Verwurzelt in der Schweiz

„Wo Kräuter drauf steht, sind auch Kräuter drin“. Dieser Maxime ist das Schweizer Familienunternehmen Rausch seit mehr als 120 Jahren treu. Zu seinem Erfolg trägt die Spedition Lebert bei.

Wir schreiben das Jahr 1890. Friseurmeister Josef Wilhelm Rausch entwickelt aus Kräuterextrakten und -tinkturen ein Haarwasser und avanciert damit zum Hoflieferanten der Fürstin von Hohenzollern. Kurze Zeit später sorgt er mit der weltweit ersten flüssigen Haarwaschseife für Furore: dem „Champooing“. Im Jahr 1903 folgt sein Rezept für Kamillenshampoo, auf dem noch heute die beliebten Kamillenrezepturen von Rausch basieren. „Nur die echte Kamille enthält entzündungshemmende, beruhigende Wirkstoffe“, erklärt Marco Baumann. Er ist heute alleiniger Inhaber der Firma, die sein Vater 1949 kaufte.

Natur nutzen – Natur schützen
Von seinem Vater erbte Marco Baumann auch seine Leidenschaft für die Kräuter- und Pflanzenwelt. „Frühmorgens hieß es bei uns oft, Brennnesseln sammeln, Spitzwegerich suchen oder Hauswurzbeete jäten. Seitdem erfüllen mich Kräuterdüfte und Pflanzensäfte mit tiefer Bewunderung.“ Diese Passion ist wortwörtlich zu spüren – sei es in Form von Haar- und Körperpflegemitteln oder Schweizer Kräuter Vital Kapseln, welche das Unternehmen seit kurzem anbietet. In ihnen stecken 23 Wirkstoffe sowie zwölf Jahre Entwicklungszeit. So widmet sich ein Team hoch qualifizierter Mitarbeiter ausschließlich der Erforschung neuer Produkte sowie deren Qualitätssicherung. Ihr Ziel ist, nur diejenigen Stoffe aus Blüten, Blättern, Rinden, Wurzeln oder ganzen Pflanzen zu gewinnen, die eine nachhaltige und natürlich-sanfte Wirkung garantieren. Auf Chemie wird, wo immer möglich, verzichtet. Stattdessen vertraut man auf hauseigene, schonende Extraktionsverfahren.
Auch bei der Ernte stehen Sorgfalt und Umweltschutz an der Tagesordnung: Sämtliche Kräuter stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und werden sorgfältig von Hand verlesen. Ergebnis sind naturnahe Pflegemittel, Schweizer Spitzenqualität sowie eine hohe Kundenzufriedenheit. Sie basiert auf Vertrauen, welches auch die Zusammenarbeit mit Lebert prägt. Die Spedition verfügt über eine Dependance in Kreuzlingen am Bodensee, wo Rausch ebenfalls beheimatet ist. „Neben der Nähe zu unserem Firmenstandort waren und sind die Qualität, Leistung sowie Liefertreue entscheidend für die Zusammenarbeit“, beschreibt Marcel Lardi, Leiter Beschaffung, Produktion & Logistik von Rausch die Partnerschaft. „Wir sind wirklich sehr zufrieden.“ Zwar führe seine Firma immer mal wieder den Vergleich mit günstigeren Anbietern heran, doch letztendlich bleibt man sich aus genannten Gründen treu. Und dass nun schon seit 15 Jahren.
Mal persönlich – mal bürokratisch
„Zunächst holen wir die fertigen Kartons als Sammelpaletten bei Rausch ab. Dann gehen sie per Sammelverzollung zu unserem Lager nach Konstanz, wo wir die Kartons abpacken, je nach Auftrag sortieren, belabeln und distribuieren“, erzählt Christian Kugler, Vertriebsmitarbeiter von Lebert. Er kennt alle Zahlen und Details. „Pro Tag verzeichnen wir rund 65 Paket- und 15 Sammelgutsendungen, die an Großhändler, Drogerieketten, Apotheken und Pharmaunternehmen in ganz Europa gehen.“ Eine gewisse Herausforderung stellen Sendungen an Vertriebsmitarbeiter von Rausch dar, weil diese oft unterwegs und daher auf Lieferungen mit fixem Datum und fixer Uhrzeit angewiesen sind. Ohne individuelle Vereinbarungen sowie den direkten Kontakt zu den Ansprechpartnern würde hier gar nichts funktionieren. Gleiches gilt für Transporte zu bzw. von Messen, Tagungen oder Schulungsveranstaltungen innerhalb Europas.
Weniger individuell, dafür umso bürokratischer geht es bei der Zollabwicklung zu. So muss Lebert für den Export die Schweizer Ausfuhrdeklaration (Form 11.030 d) ausfüllen und dabei spezielle Zolltarifnummern berücksichtigen. Während derzeit alles noch händisch in Papierform ausgeführt wird, erfolgt die Abfertigung ab 2012 auf elektronischem Wege: über das Schweizer Zollmodul NCTS (New Com-puterized Transit System). Die Einfuhrdeklaration nach Deutschland indes findet bereits heute rein virtuell via ATLAS statt (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System). Doch ob manuell oder virtuell: Hier ist gleichfalls jede Menge Sorgfalt angesagt. Ähnlich wie beim Umgang mit den sensiblen Kräutern. Auch wenn letzterer – zugegebener Maßen – romantischer und sinnlicher ist.
Über Rausch
Der Grundstein von Rausch wurde 1890 von Josef Wilhelm Rausch gelegt. 1949 übernahm Josef Baumann-Widmer den Betrieb. Damals zählte er drei Mitarbeiter – 1995 waren es bereits 100 Beschäftigte. Seit 2006 wird das Familienunternehmen von Marco Baumann als alleinigem Inhaber in zweiter Generation geführt. Die Rausch AG Kreuzlingen vertreibt ihre Produkte in 26 Ländern und erfreut sich mehrfacher internationaler Auszeichnungen. Allein in Deutschland gewann sie acht Mal in Folge die Goldmedaille als bester Apothekenpartner im Sortiment „Haarpflege“. www.rausch.ch
Über Lebert & Co.
Die Ursprünge von Lebert liegen in Kempten. Hier wurde die Unternehmensgruppe 1954 gegründet. Heute verfügt Lebert über zwei weitere Standorte in Deutschland (Erbach & Baienfurt) sowie zwei in der Schweiz (Kreuzlingen & Appenzell). Seinen Sitz in Kreuzlingen hat der Transportdienstleister seit 2002. Dort bewirtschaften 44 Mitarbeiter und sechs Auszubildende eine Umschlagfläche von 1.500 Quadratmetern sowie doppelt so große Logistikflächen. Neben Rausch zählen Kunststoff Schwanden AG, Würth Logistics AG und Aldi Suisse AG zu den namhaften Kunden der Kreuzlinger Spedition. www.lebert.com