Verbindungen, die passen

Innerhalb von festgelegten Zeitfenstern müssen die Sanitärprodukte von Geberit zwischen den Werken und dem Zentrallager sowie an die Kunden geliefert werden. CargoLine-Partner Lebert erfüllt die hohen Anforderungen. Auch an den Umweltschutz.

Wasser ist der Ursprung unseres Lebens und als wichtigstes Nahrungsmittel eine elementare Voraussetzung dafür. Das feuchte Nass beeinflusst unser Klima, die Zukunft unseres Planeten und die wirtschaftliche Entwicklung.Doch Wasser ist ungleich verteilt. Nicht alle Menschen haben Zugang dazu oder zu einer sanitären Grundversorgung. In Indien beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch 25 Liter am Tag, in Deutschland 129 Liter und in Dubai gar 500 Liter. Täglich verwendet jeder Bundesbürger bis zu 40 Liter für das Duschen und 30 Liter um seine Wäsche zu waschen. Weitere 40 rauschen allein durch die Toilettenspülung.

Nachhaltige Sanitärtechnik

„Der steigende Energie- und Wasserverbrauch einer wachsenden Weltbevölkerung gehört zu den größten Herausforderungen“, heißt es im Nachhaltigkeitsbericht der Geberit-Gruppe, dem europäischen Marktführer in der Sanitärtechnik. Ökologische Verantwortung, ressourcenschonende Produktion und wassersparende Sanitärsysteme sind deswegen wichtige Aspekte der Unternehmensphilosophie. Allein mit dem seit 1988 produzierten Spül-Stopp-Spülkasten konnten bislang 8.800 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart werden – zweieinhalb Mal so viel wie der Jahresverbrauch aller Haushalte in Deutschland.

Das Angebotsspektrum umfasst sechs Produktlinien für Sanitär- und Rohrleitungssysteme und bietet passende Verbindung einzelner Teile zu kompletten sanitärtechnischen Systemen. Sie werden für die Anwendung in integrierten Anlagen entwickelt, orientieren sich an den Räumlichkeiten, ihrem Zweck und ihren Benutzern. So stellte das Unternehmen unter anderem sämtliche Installationssysteme sowie die Haus- und Dachentwässerung für das vom Stararchitekten Daniel Liebeskind entworfene Freizeit- und Einkaufszentrum „Westside“ in Bern bereit.

Zwischen Bodensee und Donautal

Bis vor einem Jahr wurden Großhändler und Baustellen noch von mehreren Produktionsstandorten aus beliefert. Die Waren trafen einzeln und zu unterschiedlichen Zeiten ein. Mit dem neuen Logistikzentrum ist dies seit Februar 2010 Geschichte: Der Hauptteil aller Geberit Produkte wird in Pfullendorf gebündelt und von dort an die Kunden europaweit transportiert.

Hier werden mit einem automatisierten Lager- und Transportsystem täglich ca. 10.000 Lieferpositionen an 14 Pick- und Packstationen mittels einer Spracherkennung kommissioniert. Die Palettenanlage transportiert die Packstücke über die Fördertechnik an 19 Aufsetz- und Abgabestationen.

Das neue Logistikzentrum ist ein großer Gewinn. „Denn dadurch können wir die Anzahl der Transporte reduzieren und eine höhere Auslastung der Fahrzeuge erreichen“, meint der Leiter Transportmanagement der Geberit-Gruppe Michael Stehle. „Das freut die Kunden. Und die Umwelt.“

Garantierte Lieferzeiten

Die Lebert & Co. GmbH mit Sitz in Baienfurt ist einer der Hauptspediteure und „wesentlicher Bestandteil eines optimalen Auslieferprozesses“, betont Stehle. Schließlich bedient der CargoLine-Partner den größten Markt, Deutschland. Darüber hinaus sorgt er in Kooperation mit dem spanischen CargoLine-Partner Salvat für die Lieferungen in dessen Heimatland.

Ein entscheidendes Kriterium für die Auswahl eines Spediteurs ist für Michael Stehle ein engmaschiges Netzwerk mit eigenen Niederlassungen in den belieferten Ländern. 38 CargoLine-Partner fährt Lebert regelmäßig im Direktverkehr an. Von diesen sorgt allein Finsterwalder in Halle mit täglich bis zu zehn Sattelzügen für den Werksverkehr zwischen der Produktion von Geberit im sächsischen Lichtenstein sowie dem Zentrallager. Im Begegnungsverkehr mit dem CargoLiner Bursped werden zudem Lieferungen in den Norden, beispielsweise an einen Großhändler bei Hamburg, abgewickelt. „Ohne ein funktionierendes Netzwerk ist die von dem Kunden geforderte Anlieferung zwischen 7 und 9 Uhr nicht möglich“, betont Martin Kleinheinz, Leiter Vertrieb bei Lebert in Baienfurt.

Die Einhaltung der Liefertermine ist für Geberit von wesentlicher Bedeutung. Viele Kunden haben feste – und häufig sehr enge – Zeitfenster, die eingehalten werden müssen. „Hier erreicht Lebert eine ausgezeichnete Quote“, bilanziert der Transportmanager der Gruppe.

Enge Verzahnung

Von den täglich ca. 100 ein- und ausfahrenden LKW tragen etwa 35 das CargoLine-Logo. Permanent stehen 60 Wechselbrücken des Verbundes bereit, die vom Hofmanagement des Sanitärspezialisten bedient werden. Stundengenau sind die Termine für die Ein- und Ausgangsverkehre festgelegt. „Das geht nur durch eine enge Verzahnung“, betont Michael Stehle und stellt die zuverlässige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lebert heraus. Prozessverständnis – sowohl beim Verlader als auch beim Spediteur – und eine reibungslose Kommunikation sind hierfür die Voraussetzungen.

Drei Mitarbeiter des CargoLine-Partners haben ihren Arbeitsplatz im Geberit-Zentrallager in Pfullendorf. Selbstverständlich gibt es auch Schnittstellen zwischen den IT-Systemen, um beispielsweise die Frachtkosten elektronisch abzurechnen. Der Status jeder Sendung muss an das SAP-System gemeldet werden, damit Geberit die Liefergenauigkeit jederzeit überprüfen kann.

Einmal im Monat findet ein Statusmeeting statt, in dem die Arbeit ausgewertet wird. Besprochen werden aber auch immer wieder die logistischen Abläufe zwischen Werken, Logistikzentrum und Kunden – und wie sie optimiert werden können. Die reibungslose Einführung der elektronischen Frachtabrechnung zwischen Geberit und Lebert ist jüngstes Beispiel für die gemeinsame Weiterentwicklung.

Jährliche Öko-Bilanz
Aus Umweltschutzgründen setzt das Unternehmen bevorzugt auf die Schiene. So werden 95 Prozent aller Sendungen nach Italien mit der Bahn transportiert. Gemeinsam haben Michael Stehle und Martin Kleinheinz auch die Möglichkeiten in Deutschland erkundet. Die Deutsche Bahn ist jedoch nicht flexibel und zuverlässig genug, um die Ansprüche von Geberit zu erfüllen.

Im Interesse der Nachhaltigkeit müssen alle Speditionen allerdings hohe Anforderungen an den Umweltschutz erfüllen. Geberit erwartet von ihnen unter anderem einen umweltschonenden Fuhrpark, intelligente Beladung und Tourenplanung sowie jährlich eine Öko-Bilanz – von Lebert erstmals für das Jahr 2009. Beide sind überzeugt, dass der CargoLine-Partner neben den hohen Qualitätsanforderungen auch die an den Umweltschutz erfüllen wird.

Geberit-Gruppe
Im Jahr 2009 erwirtschaftete Geberit mit 5.600 Mitarbeitern an 15 spezialisierten Produktionsstandorten 2,2 Milliarden Schweizer Franken. Die Gruppe ist weltweit in 40 Ländern vertreten, verkauft ihre Produkte in 106 Länder und ist seit 1999 an der Schweizer Börse notiert. www.geberit.com

Lebert & Co. GmbH
Der 1954 gegründete CargoLine-Partner versteht sich als mittelständischer Dienstleister sowie Netzwerkgesellschafter und offeriert das komplette Leistungsspektrum eines modernen Logistikanbieters. An Standorten in Kempten, Baienfurt und Erbach sowie in Kreuzlingen und Appenzell in der Schweiz sind ca. 400 Mitarbeiter beschäftigt. Sie bewirtschaften mehr als 20.000 Quadratmeter Umschlagfläche und über 50.000 Quadratmeter Logistikfläche. www.lebert.com