Logistik für Naschkatzen

Was wäre der Dezember ohne Schoko-Weihnachtsmann und ein Valentinstag ohne Pralinen? Die Osnabrücker Unternehmen Windel und Koch International sorgen dafür, dass Leckermäuler stets auf ihre Kosten kommen.

 

Süße Präsente von Windel für jeden Anlass
Süße Präsente von Windel für jeden Anlass.
Der Adventskalender mit Musik, die Schmucktruhe mit Milchcreme-Schokokugeln für Barbie-Fans, die Rose mit Nougatherzen für die Freundin oder Mutter – Produkte des Süßwarenherstellers Windel begegnen uns im Supermarkt, auf Bahnhöfen, Flughäfen oder an Tankstellen. Erste Präsente dieser Art brachte das Osnabrücker Unternehmen bereits 1968 auf den Markt. Heute behauptet sich die 1900 als Süßwarengroßhandel gegründete Firma sehr erfolgreich in einem Marktumfeld, das auf Herstellerseite von starkem Wettbewerb geprägt ist und auf Kundenseite von der Marktmacht der großen Handelsunternehmen.
„Die geschickte Kombination von Food- und Non-Food-Produkten, Innovation, ein hoher Technisierungsgrad, die effiziente Organisation manueller Fertigung, Professionalität im Saisongeschäft und Synergien innerhalb der Windel-Gruppe“ bilden für Geschäftsführer Fred Windel das Erfolgsgeheimnis seines Unternehmens. Auch mit der jüngsten Entwicklung ist er wieder Vorreiter: eine Adventskalender-App, die den klassischen Schokokalender mit virtuellen Animationen auf dem Smartphone verbindet. Insgesamt bringt der gut 250 Mann starke Süßwarenhersteller pro Jahr 20 bis 25 Neuheiten auf den Markt. Hinzu kommt eine Vielzahl an Produktänderungen sowie Ergänzungen und Modifikationen für die Marken Windel (Süße Präsente) und Confiserie Heidel (Feine Chocoladen und Pralinen).
Die Versorgung des Handels geht über die Lieferung von Süßwaren hinaus. „Wichtig ist auch, dass sich unsere Produkte gut verkaufen. Daher bieten wir unseren Kunden modular aufgebaute Platzierungslösungen für sämtliche Vertriebskanäle. Das reicht von Displaykartons und Regalplatzierungen bis hin zu Viertel- und Halbpalettendisplays“, so Windel.
Höchstleistung von Hersteller und Logistiker
Das Produktsortiment ist untrennbar mit Saisonspitzen zu Ostern und vor allem zu Weihnachten verbunden. Eine Herausforderung nicht nur für Windel, sondern auch für seinen Transport- und Logistikdienstleister Koch International in Osnabrück: „Die Produktion der Weihnachtsartikel erreicht im Juli/August ihren Höhepunkt. Im September/Oktober wird der Handel beliefert. Das lässt uns nicht viel Zeit, die zahleichen Bestellungen zu kommissionieren und auszuliefern“, erläutert Thorsten Roux, Leiter Logistikprojekte bei Koch International. Dass es dennoch klappt, liegt unter anderem an dem Stamm von zehn langjährigen Mitarbeitern, die mit den Abläufen bestens vertraut sind. Während der Saisonspitzen verstärken rund vier bis acht Aushilfskräfte das Team, darunter viele „alte Hasen“. Des Weiteren stellt das Einhalten der Liefertermine im Handel unter Bereitstellung der entsprechenden Ladekapazitäten eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die Koch mit Bravour meistert – auch dank des CargoLine-Netzwerks. Damit wirbt Windel sogar auf seiner Website: „Eine leistungsstarke Logistik sorgt für die zeitgenaue Lieferung der Produkte zum gewünschten Termin.“
Lückenlos nachverfolgbar
Per Gesetz müssen sich alle Lebensmittel zurückverfolgen lassen. Produktionsbedingt kann Windel jedoch eine Charge nicht einem einzigen Empfänger zuordnen, sondern teilt sie auf mehrere auf. „Das erfordert von uns eine ganz besondere Sorgfalt: Von jeder Charge wird der Barcode gescannt, akkurat mit dem jeweiligen Empfänger gematcht und die Daten werden zwecks Rückverfolgbarkeit an Windel zurückgespielt“, erklärt Roux. Auch sonst ist die IT im Tagesgeschäft allgegenwärtig: Der Süßwarenhersteller überspielt die Barcodes der ausgehenden Ware per Datenfernübertragung (DFÜ) an Koch, der sie mit dem Lagerplatz „verheiratet“. So ist auf Knopfdruck ersichtlich, wo was einsortiert wurde. Die Übermittlung der Auftragsdaten für die Kommissionierung und Auslagerung der Produkte erfolgt ebenfalls elektronisch direkt aus dem Warenwirtschaftssystem von Windel. Dank Scannung an allen Schnittstellen ist der Verlauf einer Sendung innerhalb des CargoLineNetzwerks online jederzeit lückenlos nachvollziehbar. Das Etikettieren der Kartons, Displays, Viertel- und Halbpaletten nach spezifischen Vorgaben der Empfänger, die Einhaltung der Hygieneanforderungen gemäß International Food Standard (IFS) und British Retail Consortium (BRC), teilweise First in/First out-Bestandsführung und das Bereitstellen klimatisierter Lager und Lkw entsprechend den Anforderungen für Schokoladenprodukte runden die Aufgaben des Logistikdienstleisters ab.
Die seit den 80er Jahren währende Zusammenarbeit ist geprägt vom partnerschaftlichen Umgang miteinander und der gemeinsamen Weiterentwicklung. „Seit Beginn unserer Kooperation finden regelmäßig Zusammenkünfte auf den ver-schiedenen Unternehmensebenen statt, beidenen das Tagesgeschäft besprochen und nach Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung gesucht wird. Dadurch ist es uns gelungen, die Arbeit ständig weiter zu optimieren“, freut sich Fred Windel. Eine Null-Fehler-Kommissionierung ist heute Standard. Nun arbeitet Koch daran, sie zu beschleunigen, um die Durchlaufzeiten zu senken sowie die Auslieferung der Weihnachtsartikel noch weiter zu bündeln. Dadurch ließen sich Kosten für Lagergeld und Handling reduzieren.
Mutig unterwegs
Zur Erfüllung dieser Ziele wird auch die neue Kommissionierungsebene beitragen: Im Juli dieses Jahres zog der CargoLine-Gründungsgesellschafter in eine nachhaltig betriebene Anlage im Fürstenauer Weg in Osnabrück um. Ein großer Teil der über 700 Beschäftigten arbeitet seither auf einem knapp 15 Hektar großen Gelände, das die Hauptverwaltung, eine 12.000 Quadratmeter große Umschlaghalle sowie eine gut 6.000 Quadratmeter große, teils temperaturgeführte Logistikhalle inklusive Mezzanin-Ebene beheimatet. Zahlreiche Optimierungen steigern die Effizienz sowie die Qualität des Betriebsablaufs und senken die Emissionen. Dazu gehören die Integration einer Unterflurförderkette in den Logistikbetrieb ebenso wie die Zusammenlegung mehrerer Lager, was das Shutteln von Sendungen überflüssig macht. Diesen Schritt weiß Fred Windel zu würdigen: „Mit dem neuen Standort hat Koch einen weiteren Meilenstein in seiner Geschichte gesetzt. Wir freuen uns, mit einem Logistikpartner zusammenzuarbeiten, der den Mut hat, in einem schwierigen Marktumfeld auf Wachs tum zu setzen. Die damit verbundene Effizienzsteigerung kommt uns gleichermaßen zugute.“
Über Windel
Der Osnabrücker Spezialist für süße Präsente bietet ein breites Sortiment an Produkten für unterschiedlichste Geschenkanlässe, Zielgruppen und Budgets. Dabei sorgt eine schlagkräftige Inhouse-Produktentwicklung für immer neue Impulse und innovative Konzepte. Windel exportiert seine Produkte weltweit in über 50 Länder und beliefert alle Vertriebsformen des Lebensmittelhandels sowie Fachgroßhändler, Fachgeschäfte, Kaufhäuser und den Spielwarenhandel. Die Windel GmbH & Co. KG mit den Geschäftsbereichen Windel (Süße Präsente) und Confiserie Heidel (Feine Chocoladen und Pralinen) ist das Stammunternehmen der Windel-Gruppe, zu der ferner die Unternehmen Farüchoc Schokoladenfabrik und Kim’s Chocolates (Belgien) gehören. www.windel-candy.com
Über Koch International
Das inhabergeführte Familienunternehmen bietet sämtliche Dienstleistungen der Logistik vom Transport über Lagermanagement bis zu Value-added Services und komplexen Outsourcing-Programmen. Das Herzstück des neuen Firmensitzes im Fürstenauer Weg in Osnabrück bilden eine 18.700 Quadratmeter große Umschlag- und Logistikhalle mit über 8.400 Palettenstellplätzen, 1.000 Quadratmeter Kommissionier- und 12.000 Quadratmeter Umschlagfläche sowie 129 Lkw-Rampen. Teile des Lagers sind temperaturgeführt und erfüllen zudem alle Qualitätsanforderungen für Kunden aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. www.koch-international.de