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Hand in Hand – von Anfang an

Zwei seit über 100 Jahren bestehende Unternehmen arbeiten zum ersten Mal zusammen. Sie eint das Streben, ihre Kunden bestmöglich zufriedenzustellen. Nach einem halben Jahr ziehen der Schaumkunststoffhersteller Hanno und die Spedition Köster & Hapke eine erste Bilanz.

Fensterfugenabdichtung made by Hanno
Hannoband-3E IDA Fensterecke Fensterfugenabdichtung für mehr Komfort.

Behaglich können sich Zugreisende heutzutage in den Sitz lehnen, die vorbeifliegende Landschaft genießen und die Gedanken schweifen lassen. Das prägnante Rattern der Räder ist eigentlich gar nicht mehr zu hören. Kaum jemand erinnert sich noch an klappernde Fenster und Abteiltüren, wie dies früher gang und gäbe war.

Nahezu geräuschlos schließen sich mittlerweile die Gangabtrennungen, und obwohl wesentlich mehr Menschen im Großraumabteil sitzen, verlaufen die Bahntouren ruhiger – gut erzogene Mitreisende vorausgesetzt. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung haben Schaumkunststoffe zur Schalldämmung, wie sie die Firma Hanno Werk in Laatzen produziert. Die ursprüngliche Filzfabrik aus dem Jahr 1895 wandte sich nach der Gründung der Bundesrepublik den neu entwickelten Schaumstoffen zu. Heute werden sie in Hightech-Verfahren imprägniert und aufwendig beschichtet.

Die so veredelten Erzeugnisse erfüllen als Fugendichtungsbänder, Dämmschutzstreifen und Brandschutzmaterialien vielerlei Aufgaben – beispielsweise im Hochbau oder bei der Fensterisolierung. Kombiniert mit unterschiedlichen Vliesstoffen tragen sie hervorragend zur Schalldämmung bei, und auch Automobil- und Energiehersteller profitieren von den innovativen Produkten: Sie helfen, das Dröhnen von Motorengeräuschen zu dämpfen und bei Windkraftanlagen den Lärm der Rotoren zu mindern.

Apropos: Heutzutage gewinnt bei Kunststof fen allgemein die ökologische Unbedenklichkeit immer mehr an Bedeutung. Bei Hanno Werk werden die Produkte regelmäßig auf ihr Emissionsverhalten geprüft und entsprechend eingestuft. Aufgrund der geringen Werte tragen einige imprägnierte Multifunktions- und Fugendichtbänder bereits das Siegel „sehr emissionsarm PLUS“.

Gesucht – gefunden!

Vor allem für die Industrie produziert die Traditionsfirma zwar leichte, aber sehr großvolumige Lösungen aus Tectschaum, die eine besondere Anforderung an den Transport stellen: Das empfindliche, weiche Material kann bei unsachgemäßer Behandlung rasch eine Delle bekommen, eingedrückt und beschädigt werden. Frank Lauterberg, verantwortlich für die Versandabteilung bei Hanno Werk, erwartet daher von der Zustellung in erster Linie „eine termingetreue und schadensfreie Anlieferung“. In der Spedition Köster & Hapke aus Sehnde bei Hannover hat Hanno seit September 2014 dafür einen zuverlässigen Partner gefunden, der ebenfalls auf eine lange Firmengeschichte zurückblickt. Denn der Grundstein für die Spedition Köster wurde bereits 1854 gelegt, 1884 folgte die Gründung von Hapke – gemeinsam firmieren sie seit 1976. Für den neuen Kunden übernimmt der CargoLiner rund 8.200 Sendungen im Jahr. Dafür steht insgesamt ein Pool von 200 Mitarbeitern, 110 Fahrzeugen und 30 Wechselbrückenfahrzeugen bereit. Neben Stückgut auf nicht stapelbaren Europaletten liefern sie auch die großvolumige Ware des Schaumstofffabrikanten innerhalb Deutschlands, in Länder der Europäischen Union und ins osteuropäische Ausland.

Der Wechsel verläuft reibungslos

Die Speditionsprofis von Köster & Hapke besprachen vor Beginn des Auftrags detailliert das Anforderungsprofil mit den Mitarbeitern der betroffenen Abteilungen und klärten aufkommende Fragen, um einen reibungslosen Wechsel vom bisherigen Dienstleister sicherzustellen. Zudem richteten die Logistiker bei Hanno Werk die Online-Erfassung und die Sendungsverfolgung ein und erläuterten sie vor Ort. Dort begleitete ein Mitarbeiter von Köster & Hapke die Umstellung in den ersten Tagen. Ein „Rundum-Sorglos-Paket mit Netz und doppeltem Boden“ nennt Sabine Fügner, Vertriebsleiterin und Prokuristin im Hause Köster & Hapke, diese Maßnahmen, zu denen auch die Abstimmung fester Abholzeiten, vor allem der nationalen Verkehre, gehört. Allein im ersten Monat fertigte die Spedition bereits 680 Sendungen ab. Frank Lauterberg ist mit der Umstellung sehr zufrieden und spricht ein Lob aus: „Viele Kunden von Hanno haben den Dienstleisterwechsel überhaupt nicht bemerkt.“ Er betont insbesondere die schnelle und gute Kommunikation, die innerhalb kürzester Zeit Vertrauen zwischen Auftraggeber und -nehmer schuf.

Eigene Ansprüche, gemeinsame Stärke

Fragen des Tagesgeschäfts werden auf dieser Basis unbürokratisch und lösungsorientiert besprochen. Förderlich sind dabei ähnliche Strukturen in den beiden Betrieben, die eine transparente Unternehmenspolitik, flache Hierarchien und ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem kennzeichnen. Die Bedürfnisse ihrer Kunden stellen die Fabrikanten in Laatzen und die Logistiker aus Sehnde gleichermaßen in den Vordergrund. Die Erfahrungen nach einem halben Jahr der Zusammenarbeit beschreibt Hans J. Hoffmann, Geschäftsführer von Hanno Werk, folgendermaßen: „Eine gute Kooperation ist wie eine gute Ehe. Die Partner wachsen mit der Zeit immer mehr zusammen. Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen, und irgendwann versteht man sich ohne große Worte.“

Von dem harmonischen Teamwork profitieren demnächst auch die Hamburger Bürger: Ab 2016 liefert Hanno für die neue S-Bahn einen leichten und wasserabweisenden Dämmstoff, der zudem den aktuellen Brandschutzvorschriften entspricht. Damit genießen auch die Hanseaten künftig einen größeren Reisekomfort in der Stadt, schließlich stammen die zu ersetzenden Züge noch aus den 1980er Jahren und sind entsprechend klapprig.

Hanno Werk

 

Der Schaumkunststoffproduzent mit Sitz in Laatzen bei Hannover ist spezialisiert auf Abdichtungen von Anschlussfugen im Hochbau und die Herstellung von industriellen Dichtungen sowie den technischen Schallschutz für den Automobil- und Maschinenbau und die Verbesserung der Raumakustik und Schalldämpfung. Das Unternehmen blickt auf eine 120-jährige Tradition zurück. Hanno Werk beschäftigt rund 140 Mitarbeiter im Stammwerk und verfügt über weitere Standorte in der Schweiz, in Österreich, den USA und der Russischen Föderation.
www.hanno.com

Carl Köster & Louis Hapke

Die beiden bereits im 19. Jahrhundert gegründeten Speditionen fusionierten 1976. Heute beschäftigt die in Sehnde bei Hannover ansässige Firma 200 Mitarbeiter. Ihr Umsatz beträgt 39,5 Millionen Euro bei 1.400 Eingangs- und 1.500 Ausgangssendungen pro Tag. Das Umschlagterminal verfügt über eine Fläche von 9.900 Quadratmetern. Dazu kommt eine Lager- und Logistikfläche mit 11.450 Quadratmetern in Hannover.

www.koester-hapke-sped.com

Aus der Region – für die Region

Schnelligkeit und Zuverlässigkeit sind nur zwei der Eigenschaften, die den Batteriehersteller Keckeisen und den Transport- und Logistikdienstleister Lebert verbinden. Und zwar in geschäftlichen Angelegenheiten ebenso wie auf der Rennstrecke.

Konzentriert dreht Sandro Cortese auf seiner 2015er-Kalex seine Runden. Der 25-Jährige, der bereits im Alter von zwei Jahren Motocross fuhr und 2012 vorzeitig Weltmeister in der Moto3 wurde, ist seit 2013 das Aushängeschild des Moto2-Rennstalls Intact GP. Zum Saisonende 2014 lag der Allgäuer auf Platz 9 der Gesamtwertung, nachdem ein gebrochener linker Fuß seine Karriere sprichwörtlich lahmen ließ. Dank konsequenten Trainings und eines engagierten Teams im Hintergrund kann er sich 2015 jedoch berechtigte Hoffnung auf mehrere Podiumsplätze und einen Gesamtrang unter den Top 5 machen.

Schwäbische Denke für internationalen Erfolg

Gründer des Teams Intact GP ist Stefan Keckeisen. Der Inhaber des gleichnamigen Akkumulatorenherstellers in Memmingen vertreibt seine Starter- und Industriebatterien samt Ladezubehör unter den Handelsnamen intAct, 4Load, Moll, Odyssee und Rolls-Batterien. Mit diesem Produktportfolio liegt es nahe, den Motorsport zu unterstützen. So ist das Unternehmen seit Jahren als persönlicher Sponsor von Martin Tomczyk (DTM) und Maximilian Günther (Formel 3) aktiv.

„Mit Intact GP haben wir uns 2013 endlich den lang gehegten Traum eines eigenen Rennstalls erfüllt“, erklärt Keckeisen mit leuchtenden Augen. „Das Besondere daran ist, dass neben Sandro auch die Mitgründer Jürgen Lingg und Wolfgang Kuhn sowie die überwiegende Mehrzahl der Sponsoren im Allgäu beheimatet sind. Uns verbinden dieselbe bodenständige schwäbische Denke und der Wunsch, die Jugend aus der Region sportlich zu fördern.“

Zu den Sponsoren gehören neben Unternehmen wie LiquiMoly und Dynavolt auch der CargoLine-Partner Lebert in Kempten. „Uns hat die sportliche Vita von Sandro gefallen – und wie viel harte Arbeit er von klein auf in seinen Sport steckt. Darum haben wir nicht gezögert, als Stefan Keckeisen uns fragte, ob wir seinen Rennstall fördern wollen“, erklärt Lebert-Geschäftsführer André Biwer.

Auch offroad ein Team

Keckeisen und Lebert kooperieren auch außerhalb des Motorsports. Seit rund 15 Jahren wickelt der Transport- und Logistikdienstleister den Batterieversand innerhalb Deutschlands und ins angrenzende Ausland ab. Die Abholung von Bauteilen bei verschiedenen Lieferanten gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Kemptener. Wenn ausländische Kunden die georderte Ware direkt in Memmingen abholen möchten, hilft Lebert dem Batteriegroßhändler zudem bei den Zollangelegenheiten.

„Unsere Lagerkapazität geriet um die Jahrtausendwende an ihre Grenzen. Deshalb suchten wir einen ortsnahen Spediteur für den Versand unserer Batterien und zum Einlagern. Der freundliche und unkomplizierte Kontakt mit der Firma Lebert und ihre selbstlose Unterstützung von Beginn an haben uns so sehr beeindruckt, dass wir uns für sie entschieden“, beschreibt Keckeisen die Anfänge.

Schnell und zuverlässig

Bis heute erfüllt Lebert die Ansprüche Stefan Keckeisens, der in der Zusammenarbeit besonderen Wert auf telefonische Erreichbarkeit, ein faires und ehrliches Miteinander sowie auf Zuverlässigkeit gepaart mit Schnelligkeit setzt.

„Wir halten ständig rund 100.000 Batterien vor und wollen unsere Kunden europaweit innerhalb von 24 bis 48 Stunden beliefern. Dank der Hilfe von Lebert und der Kollegen aus der CargoLine können wir diesen Anspruch erfüllen. Sie haben uns noch nie enttäuscht“, so Keckeisen. „Im Markt der Starter- und der Industriebatterien wie auch im Transportwesen ist Service ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Daher setzen wir alles daran, die kurzen Lieferfristen mithilfe unseres engmaschigen Partnernetzwerks zu erfüllen“, belegt Biwer das Lob seines Kunden. Ein eigener Truck im Design der Firmen Lebert und Keckeisen verdeutlicht die enge Verbindung der beiden Unternehmen.

Mehrfacher Testsieger

Auch herstellerintern liegt die Messlatte hoch: „Als Innovationstreiber hören wir nicht auf, die Batterie immer wieder neu zu erfinden. Mit der Marke „intAct“ bieten wir unseren Kunden weltweit eine attraktive Alternative zu anderen Markenherstellern“, betont Stefan Keckeisen.

Produkttests beweisen, dass der Memminger Unternehmer den Mund nicht zu voll nimmt. Erst im November 2014 kürten das Fachmagazin „AUTO ZEITUNG“ und die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung die „intAct Premium-Power“ in einer umfangreichen Untersuchung zur besten Starterbatterie. Über die gesamte Studie hinweg überzeugte zudem die intAct Start-Stop-Power AGM mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ferner wurde die Motorradbatterie der Marke kürzlich Testsieger in der Zeitschrift „Motorrad“.

Neben Innovationskraft sind intensive Kundenbetreuung und die Umsetzung individueller Kundenwünsche für Keckeisen unabdingbare Voraussetzungen für den weiteren Erfolg. Der Anspruch, neue Herausforderungen schnell aufzugreifen und umzusetzen, spielt ebenfalls eine große Rolle. Aus diesem Denken heraus entstand die Idee, Akkumulatoren für Flurförderzeuge, Ladegeräte und anderes Zubehör zu vermieten. Bereits seit fünf Jahren setzt die Spedition Lebert bei den Industriebatterien ihrer Gabelstapler auf ein Mietkonzept von Keckeisen. Es beinhaltet neben der Erstausrüstung der Flurförderzeuge mit Antriebsbatterien auch Wechselbatterien und -gestelle, Ladesysteme und den kompletten Service.

Den besonderen Kundennutzen bringt Geschäftsführer André Biwer auf den Punkt: „Fixe Investitionskosten und eine kalkulatorische Sicherheit samt Laufzeitgarantie von vier Jahren.“ Nicht nur in der margenarmen Speditionswelt sind dies schlagkräftige Argumente.

Langfristig wollen die beiden Allgäuer Unternehmen ihre vielfältige Zusammenarbeit weiter ausbauen. „Mit Lebert und Keckeisen haben sich zwei Unternehmen gefunden, die ähnlich hohe Ansprüche an sich und ihre Partner stellen und Teamgeist nicht nur in ihre Unternehmensphilosophien schreiben, sondern tatsächlich mit Leidenschaft leben. Gemeinsam können wir noch viel bewegen“, freut sich Stefan Keckeisen und verschwindet in seinem Büro, um die jüngsten Optimierungen seiner Vertriebsstruktur zu prüfen und die Erweiterung seines Moto2-Teams um einen zweiten Fahrer zu planen.

Stefan Keckeisen Akkumulatoren

Der renommierte Anbieter von Starter- und Industriebatterien in Deutschland und Europa verfügt über eines der größten Lager mit dem breitesten Produktsortiment in ganz Deutschland. Im Logistikzentrum in Memmingen stehen auf 4.500 Palettenplätzen ständig rund 100.000 Batterien zur Verfügung. Damit kann das Unternehmen Kunden europaweit innerhalb von 24 bis 48 Stunden beliefern. Mit der Eigenmarke „intAct“ ist Keckeisen nach Stückzahlen und Umsatz markenunabhängiger Großhändler die Nr. 2 in Deutschland. 40 Mitarbeiter erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von 25 Millionen Euro.

www.intact-batterien.de

Franz Lebert & Co.

Der 1954 gegründete CargoLine-Partner versteht sich als mittelständischer Dienstleister und Netzwerkgesellschafter und offeriert das komplette Leistungsspektrum eines modernen Logistikanbieters. An den Standorten in Kempten und Baienfurt
in Deutschland sowie im Schweizer Kreuzlingen und Appenzell bewirtschaften circa 400 Mitarbeiter mehr als 20.000 Quadratmeter Umschlagfläche und über 50.000 Quadratmeter Logistikfläche.

www.lebert.com

Gibt es nicht? Gibt es nicht!

Eine optimale Produktpräsentation ist das A und O aller Verkaufsförderung. Eine Vielzahl individuell darauf zugeschnittener Produkte bietet die VKF Renzel GmbH. Für ihre pünktliche und perfekte Lieferung sorgt der CargoLiner BTG Feldberg.

Verkaufsförderung à la VFK Renzel

Es liegt nur wenige Monate zurück, dass die deutsche Mannschaft Fußball-Weltmeister wurde und eine komplette Nation in den Ausnahmezustand versetzte. Bereits vor dem historischen Match brachten zahlreiche Fans ihre Begeisterung zum Ausdruck –  so auch der CargoLine-Verbund und seine Kunden: 19.000 magnetische Deutschlandflaggen mit CargoLine-Logo klebten sich Ballvernarrte auf Kühlerhauben und Seitentüren ihrer Pkw und Trucks und fuhren damit durch die gesamte Republik. Allerdings wäre die Fanaktion beinahe gar nicht zustande gekommen, denn der Verbund hatte sich erst spät auf besagtes Werbemittel geeinigt. So stellte sich plötzlich die Frage: Woher bekommt man möglichst schnell die gewünschte Ware? Noch dazu in der benötigen Stückzahl?

Die Antwort wusste BTG Feldberg. Seit fast 20 Jahren arbeitet das traditionsreiche Logistikunternehmen aus dem westlichen Münsterland mit einem Spezialisten für alle Arten individuell gefertigter Werbe- und Präsentationsmittel zusammen, der VKF Renzel GmbH. Die hatte genau die richtigen Magnetflaggen auf Lager und bedruckte sie innerhalb weniger Tage mit dem CargoLine-Logo.

Von der Idee zum fertigen Produkt – aus einer Hand

VKF liefert auf Wunsch nahezu alles: von kompletten Preisauszeichnungssystemen über Präsentationsdisplays bis hin zu bedruckten T-shirts und Kugelschreibern. Die Stärke von VKF liegt dabei in der individuellen Fertigung der Produkte. Rund 60 Prozent der Artikel werden nach speziellen Wünschen der Kunden geplant, designt und hergestellt. Dies reicht vom digital entworfenen Prototypen über den Musterbau bis zur Serienfertigung. Hauptmaterialien sind Kunststoffe wie PVC und Acrylglas – kombiniert mit Holz und Faserwerkstoffen – und Metalle wie Blech, Edelstahl und Aluminium, aus denen beispielsweise Prospekt- und Warenspender, sogenannte Kundenstopper und Bannersysteme entstehen.

Die hauseigenen Werkstätten können fast jeden Anspruch erfüllen: Sie lasern, stanzen, schweißen, biegen, pressen und sägen. Zudem sind alle erdenklichen Veredelungsformen möglich – beispielsweise Pulverbeschichtungen, Galvanisierungen oder Verchromungen. Mittels sogenannter Extrusionstechnik lassen sich aus Kunststoffen Hunderte verschiedener Arten von Schienen und Profilen zur Weiterverarbeitung herstellen. Und im Spritzgussverfahren fertigt VKF Renzel aus Thermoplasten Produkte wie Prospekthalter, Plakatrahmen, Einkaufskörbe und kleine Clipse.

Waren, die häufig und marktübergreifend benötigt werden, bietet VKF Renzel als vorgefertigte „Standardprodukte“ an. Sollen sie bedruckt beziehungsweise beschriftet werden, kommt die hauseigene Druckerei zum Zuge: Sie bietet auch Gravuren, Ätzungen und sogar Bestickungen an.

Werbung bedeutet Individualität

„Viele Kundenwünsche lassen sich nur schwerlich mithilfe von Zulieferunternehmen befriedigen. Unsere Eigenfertigung eröffnet hingegen eine große Bandbreite an Möglichkeiten“, erläutert VKF-Renzel-Versandleiter Logistik Jochen Thier. „Im Vergleich zu Mitbewerbern können wir daher auf die unterschiedlichsten Anforderungen unserer Auftraggeber eingehen und ihnen in kürzester Zeit auch alternative Lösungen anbieten. Unsere Besonderheit ist eben unsere Vielseitigkeit.“ Ina Tebbe vom Marketing ergänzt aus ihrer Sicht: „Werbung bedeutet Individualität. Das heißt: Man muss nicht das machen, was üblich ist, sondern das, was vom Kunden am Markt benötigt wird.“

Gemeinsam gewachsen

Mit BTG Feldberg arbeitet VKF Renzel schon seit 1995 zusammen. „Wir waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zufrieden mit dem Leistungsangebot unserer damaligen Spedition. Nach intensiven Gesprächen haben wir dann festgestellt, dass BTG besser zu uns passt“, erinnert sich Thier. Ausschlaggebend für den neuen Partner waren unter anderem sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die kurzen Dienstwege: Die beiden standorte sind keine zehn Minuten voneinander entfernt. Hinzu kamen die Vorteile des dicht gespannten CargoLine-Netzwerks.

Zu Beginn der Geschäftsbeziehung war der Hersteller von Verkaufsförderungsprodukten, der vor rund 25 Jahren von Heinz Renzel in einer Garage gegründet und nach und nach ausgebaut wurde, ein eher kleiner Kunde für BTG Feldberg. „Mittlerweile ist das Volumen so stark gewachsen, dass VKF Renzel zum A-Kunden aufgestiegen ist“, bemerkt Ole Weidig. Er ist Verkaufsleiter der Spedition, die sich im Laufe der Zeit gleichfalls weiterentwickelte. „Als unser Logistikpartner hat sie sich immer wieder unseren vielfältigen Aufgaben angepasst und nach geeigneten Lösungen gesucht“, lobt Thier. „Zudem stellt BTG Feldberg eine zügige und termingerechte Zustellung, eine geringe Schadensquote sowie eine proaktive Sendungsbetreuung sicher. Insbesondere schätzen wir die Kurzfristigkeit, mit der unser Spediteur häufig reagieren kann.“

Neben dem Transport von Verkaufsförderungsartikeln als Stückgut, Teil- oder Komplettladungen zu den Kunden kümmert sich die Spedition um die Beschaffungslogistik von VFK Renzel und hat partiell auch die Lagerung übernommen. In Deutschland fährt der CargoLiner alle Strecken – international verlädt er die Relationen Belgien, Portugal und Italien. Somit bedient BTG Feldberg rund 70 bis 80 Prozent des gesamten Transportvolumens von VKF Renzel.

Partner auf Augenhöhe

Ole Weidig pflegt die gute Kooperation seit nunmehr zehn Jahren und ist sehr zufrieden: „Die Zusammenarbeit verlief immer fair und partnerschaftlich – und wenn mal Probleme auftreten, werden sie gemeinsam gelöst.“ Diese Einschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. Jochen Thier: „Wir finden es gut, dass BTG Feldberg – genau wie unsere Firma mit Heinz Renzel – ein inhabergeführtes unternehmen ist. Somit haben wir einen verlässlichen partner, der im Großen und Ganzen genauso tickt wie wir.“ Zu diesem guten Verhältnis tragen auch regelmäßige Treffen der Versandabteilung mit dem Transport- und Logistikdienstleister bei. „Durch das persönliche Kennenlernen verbessern wir den Kontakt“, weiß Weidig. Gemeinsame Expansionspläne gibt es bereits.

VKF Renzel

Die VKF Renzel GmbH verfügt über mehr als 25 Jahre Kompetenz im gesamten Spektrum der Verkaufsförderung. Ihr Betriebsareal ist mehr als 100.000 Quadratmeter groß. Zu der familiengeführten Holding zählen Produktionsstandorte, Tochtergesellschaften und Kooperationspartner, die von den USA bis nach China reichen. Allein der Katalog „Verkaufsberater“ erscheint jährlich in 14 Ländern. Die VKF Unternehmensgruppe realisiert weltweit mit 590 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von circa 76 Millionen Euro. www.vkf­-renzel.de

BTG Feldberg & Sohn

Das in der vierten Generation familiengeführte Logistikunternehmen in Bocholt beschäftigt 200 Mitarbeiter. Die gesamte Logistikfläche beläuft sich auf 20.000 Quadratmeter. Die 2012 errichtete neue Umschlaghalle mit allein 6.000 Quadratmetern verfügt über 75 Tore. Für alle Verkehre stehen 50 eigene und 35 externe Lkw zur Verfügung. Seit 1997 ist BTG Mitglied des Systemverbunds CargoLine, seit 2014 auch Gesellschafter. www.btg­-feldberg.de

Ständig unter Strom

Jeder weiß, wozu eine Autobatterie dient und was passiert, wenn sie schwächelt. Weniger bekannt ist, dass ihre große Schwester, die Industriebatterie, unter anderem in Krankenhäusern, Signalanlagen, Verkehrsmitteln, Atomkraftwerken, Rechenzentren und Speditionen zum Einsatz kommt – und unter Umständen Leben rettet.

Batteriesysteme-LogistikWährend einer OP oder bei Patienten auf der Intensivstation vermögen schon 15 Sekunden über Leben und Tod zu entscheiden. Denn so lange kann es dauern, bis bei einem Elektrizitätsausfall im Krankenhaus die Notstromdieselaggregate anspringen. Zur Überbrückung dienen häufig Batteriesysteme wie die von HOPPECKE: Weisen die elektrischen Leitungen plötzlich keine Spannung mehr auf, springt sofort die permanent zur Verfügung stehende Back-up-Lösung ein. Sie ermöglicht eine quasi unterbrechungsfreie Stromversorgung, sodass der Ausfall nicht spürbar ist und die Funktion lebenserhaltender Apparate nicht beeinträchtigt wird. Denn anders als Aggregate müssen diese Batteriesysteme nicht anlaufen, sondern liefern sofort die notwendige Energie.
Energiegeladene Ambitionen
„Unsere Systeme kommen überall da zum Einsatz, wo es bei einem Stromausfall brenzlig werden kann. Bleibt beispielsweise eine U-Bahn im Tunnel stecken, liefern unsere Akkumulatoren Energie, damit sich die Türen öffnen lassen und die Passagiere aussteigen können. Und den Server einer B2BHandelsplattform, der unglaubliche 3,6 Millionen Transaktionen pro Minute verarbeitet, betreiben wir bei Bedarf mit 60.000 Industriebatterien, damit kein wirtschaftlicher Schaden entsteht“, erklärt Franz J. Ulmschneider, Bereichsleiter Supply Chain Management bei HOPPECKE.

Auch als Nachtspeicher für private Hausdach-Solaranlagen und in vergleichsweise harmlosen Umschlag- oder Lagerhallen kommen die Energiespeicherlösungen des Industriebatterieunternehmens zum Tragen. Dort verringern intelligente Lade- und Wechselstationen die Standzeiten von Flurförderfahrzeugen und erhöhen ihre Effizienz.

Learning by Doing

HOPPECKE und Hartmann International sind seit Februar 2008 ein Team. Damals entschied die in Paderborn ansässige Spedition eine von Franz J. Ulmschneider initiierte Ausschreibung für sich. Gegenstand war die komplette logistische Abwicklung des neuen Batterie-Logistikcenters und der dazu gehörigen Transporte. Selbstkritisch gesteht Ulmschneider ein, dass der Beginn kein Zuckerschlecken war: „Innerhalb von nur zwei Monaten sollte ein Warehouse-Managementsystem installiert werden. Als wäre das nicht schon ehrgeizig genug, hatten wir anfangs nicht alle Prozesse berücksichtigt, die im WMS abgebildet werden mussten. Zudem waren vom alten Dienstleister 7.500 Paletten zu übernehmen, zu identifizieren und einzulagern. Hartmann musste die Mehrarbeit auffangen und über Wochen hinweg an sechs Tagen arbeiten. Da wurde auf beiden Seiten manchmal geflucht. Am Ende hat jedoch alles wie geplant geklappt und die Erfahrung uns zusammengeschweißt.“

Leidenschaft statt Stechuhr

Dass beide Unternehmen nach dieser „Tour de Force“ ein positives Fazit ziehen konnten, ist auch dem Engagement der beiden Hauptverantwortlichen für das Projekt im Hause Hartmann zu verdanken: Kai Reuter, heute Betriebsleiter des HOPPECKE-Logistikcenters, und Speditionsleiter Uwe Lachmann. Akribisch haben sie alle lagerlogistischen Prozesse geprüft, überarbeitet und mit dem SAP-System des Industriebatteriespezialisten verzahnt. Bei der Zeitplanung für die Auftragsbearbeitung „haben wir auch die speziellen Wartungsanforderungen berücksichtigt, da der Umgang mit den gelagerten Akkumulatoren
für ihre Qualität entscheidend ist“, weiß Reuter. Speziell ausgebildete Mitarbeiter überprüfen regelmäßig den Status und laden bei Bedarf nach. Auch alle anderen Tätigkeiten im Logistikcenter, vom Warenein- und -ausgang über das Finishing bis zur Qualitätskontrolle, liegen in Reuters Aufgabenbereich. Ein Handscannersystem, das die 2009 eingeführten Barcodes auf den Paletten und Produkten erfasst, und automatisierte Packlisten aus SAP erleichtern die Arbeit.

Pünktlichkeit ist Trumpf

Den Kunden ist nicht nur wichtig, dass sie genau die Batterie bekommen, die ihren Anforderungen entspricht. Sie wollen sie häufig auch „just in time“ erhalten. Dass HOPPECKE, das europaweit einzige Familienunternehmen in dieser Branche, die termingerechte Zustellung innerhalb von 24 Stunden zusichern beziehungsweise eine uhrzeitgebundene Lieferung und Fixtermine anbieten kann, hat ihm einen Vertrauensbonus und Wettbewerbsvorteil in diesem hart umkämpften Markt verschafft. Und zu dieser Zuverlässigkeit trägt Hartmann tagtäglich bei. Damit alles reibungslos verläuft, optimieren der Logistiker und der
Industriebatteriespezialist ständig ihre Prozesse. Zudem halten sie mindestens zweimal pro Jahr Strategiemeetings ab. So lassen sich auch Vertriebsspitzen wuppen, die teilweise eine Verdoppelung der Mengen darstellen. „Dies erfordert einen hohen Abstimmungsaufwand. Außerdem müssen wir entsprechende Kapazitäten vorhalten. Zur Not fahren wir sogar Zusatzschichten“, erklärt Lachmann.

Darüber hinaus helfen offene Gespräche und proaktives Handeln, zügig Lösungen zu finden. Zum freimütigen Umgang miteinander trug sicher auch das Sommerfest bei, das 2013 zum ersten Mal seit Beginn der Zusammenarbeit stattfand. Dort konnten sich alle HOPPECKE- und Hartmann-Mitarbeiter persönlich kennenlernen.

Auf einem guten Weg

Seit Anfang des Jahres arbeitet Hartmann mit der CargoLine zusammen. Davon erwartet sich Ulmschneider einen noch besseren Service für seine Kunden: „Die Abstimmung mit unseren Monteuren und die Entwicklung eines Bewusstseins, einer gewissen Sensibilität für unsere Produkte, beispielsweise hinsichtlich der handlingintensiven Lithiumbatterien, klappen von Tag zu Tag besser. Auch in Bezug auf zeitkritische Transporte bietet die Stückgutkooperation passende Lösungen.“ Auf eine Back-up-Batterie und ein Überbrückungskabel können die Beteiligten daher ganz entspannt verzichten.

HOPPECKE Batterien

Der in vierter Generation inhabergeführte und zugleich größte Hersteller von Industriebatterien, -systemen und Ladegeräten in Privatbesitz entwickelt seit 1927 Technologien und Dienstleistungen zur Energiespeicherung. Viele dieser Entwicklungen waren und sind für den Markt der Industriebatterien wegweisend. Das umfassende Produktprogramm an Akkumulatoren wird durch modernste Ladetechnologien und Überwachungseinheiten zu Komplettsystemen vervollständigt. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen aus Brilon im Sauerland wiederaufladbare Energiespeicher und marktfähige Zukunftskonzepte. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der globalen Klimaschutzziele. Gut 1.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2013 rund 330 Millionen Euro Umsatz. www.hoppecke.de

Hartmann International

Der Transport- und Logistikdienstleister mit Sitz in Paderborn ist schwerpunktmäßig in den Bereichen Land-, Luft- und Seefracht, Logistik, Zollabwicklung und Umzüge unterwegs. 1856 gegründet und in sechster Generationen in Familienhand, beschäftigt Hartmann heute rund 380 Mitarbeiter an den Standorten in Paderborn und Ibbenbüren. Das Unternehmen verfügt über einen eigenen Fuhrpark und ist nach DIN EN ISO 9001 und 14001 zertifiziert. www.hartmann-international.de

Schneller perfekt

Sie fallen kaum auf, und doch würde ohne sie vieles nicht funktionieren: hochwertige Stanz- und Biegeteile für Klimaanlagen, Beleuchtungen, Lambdasonden und vieles mehr. Der Schweizer CargoLine-Partner Interfracht sorgt dafür, dass die Präzisionsteile der Oskar Rüegg AG pünktlich ans Montageband des Kunden geliefert werden.
Zur Erfüllung des Unternehmensmottos „Schneller perfekt“ von Oskar Rüegg spielt Interfracht eine wichtige Rolle. Foto: serggn/iStock

Wenn ein Zulieferer der Automobilindustrie ein Premium-Sicht- oder Funktionsteil für Scheinwerfer benötigt, ist die Oskar Rüegg AG häufig seine erste Wahl. Das in Jona am oberen Zürichsee angesiedelte Unternehmen stellt durch Stanzen und Biegen hochwertige Formteile aus Aluminium, rostbeständigen Stählen und Buntmetallen her – pro Stunde zwischen 3.000 und 60.000 Stück. Zum Beispiel die Rahmen beziehungsweise Gitter für die Voll-LED-Scheinwerfer des neuen Audi A8. Auch in den Zulieferbetrieben der Audio-, Elektronik-, Haustechnik- und Maschinenbauindustrie finden die Produkte der Schweizer Präzisionsteilefirma Verwendung.

Des Weiteren offeriert Oskar Rüegg die Produktion von kompletten Baugruppen sowie profunde Kenntnisse und eine ausgeklügelte Infrastruktur sowohl für die manuelle, halb- und vollautomatische Baugruppen- als auch für die Lohnmontage im Auftragsverhältnis.

Minutiöse Planung

„Das Motto unseres Unternehmens ‚Schneller perfekt‘ bedeutet für uns nicht nur, schneller fertig zu sein, sondern vor allem schneller zu denken, rational zu planen und effizienter zu arbeiten“, erklärt Eduard Häny, CEO und Anteilseigner von Oskar Rüegg. So ist das Unternehmen stolz auf sein wohldurchdachtes Anlaufmanagement, das Kunden neben der bestmöglichen fertigungstechnischen Entwicklung auch eine optimale Prozessauswahl bietet. Dazu werden die Kundenerwartungen an das Produkt und die Voraussetzungen für die Verarbeitung am Band besprochen und mit den Anforderungen von Oskar Rüegg abgeglichen, nach denen das benötigte Bauteil prozesssicher und in Serienproduktion herstellbar sein muss.

Bereits während der Prototypenphase sind neben Ingenieuren und Mechanikern idealerweise auch das Projekt- und Supply Chain Management eingebunden. Sie können die Lieferkette detailliert planen: von der Beschaffung des Rohmaterials, der Auslegung und Besorgung von geeigneten Transportgebinden über die Entfernung des Stanzfettes von den Teilen bis hin zur Auslieferung ans Montageband. Darüber hinaus legen Produzent und Kunde bereits in der Prototypenphase gemeinsam die Basis für den Bau des optimalen Folgeverbund-Werkzeugs fest, das zur Fertigung benötigt wird. „Bereits in diesem Stadium kann das fertigungstechnische Know-how unserer Spezialisten den Kunden zahlreiche Optimierungs- und Kosteneinsparpotenziale aufzeigen“, betont Eduard Häny. Die Auftraggeber wissen dies zu schätzen: „Wenn wir bei der Oskar Rüegg AG ein Werkzeug bestellen, können wir sicher sein, dass wir auf Anhieb richtige Erstmuster bekommen“, so ein Kunde.

Einen Schritt weiter geht das Unternehmen in seinem Werk im bulgarischen Stara Zagora. Dort hilft Oskar Rüegg seinen Auftraggebern ihre Kapazitätsflexibilität zu erhöhen und den Deckungsbeitrag zu steigern. Dies gelingt durch ein professionelles Projektmanagement und modular aufgebaute Dienstleistungen in den Bereichen Beschaffung, Montage, Qualitätssicherung und Logistik. „In Stara Zagora verbinden wir die berühmte Schweizer Arbeitsweise und unser hohes Qualitätsverständnis mit Konditionen, die dem steigenden Kostendruck entgegenkommen, wie er beispielsweise in der Automobilbranche herrscht“, erklärt Häny.

Integriertes Supply Chain Management

Zur noch besseren Umsetzung des Kundennutzens und zur Erhöhung der eigenen Flexibilität führte Oskar Rüegg kürzlich ein integriertes Supply Chain Management ein. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Logistik zu. Selbst ein Dienstleister, legt das Unternehmen großen Wert darauf, über den Transport hinaus die gesamte Lieferkette zu betrachten und laufend zu optimieren. Vor der Beauftragung des Schweizer CargoLiners Interfracht Anfang 2013 führte der Stanz- und Biegespezialist daher ein umfassendes Benchmarking durch. Das Hauptaugenmerk lag darauf, einen Partner zu finden, der die versprochenen Liefertermine stets einhält und ein hohes Maß an Service bietet. Die inhabergeführte Spedition mit Sitz in Pratteln erfüllte diese Voraussetzungen, und „so wurde aus einem kleinen Testlauf eine starke Partnerschaft“, freut sich Alexandra Deravis, Leiterin Supply Chain Management bei Oskar Rüegg.

Diese Partnerschaft hat seitdem schon die eine oder andere Bewährungsprobe bestanden. So meldete sich einmal ein Auftraggeber von Oskar Rüegg an einem späten Mittwochabend vor einem Feiertag und meinte, am Montag stünden bei ihm die Bänder still, wenn bis dahin nicht bestimmte Teile aus der Schweiz eingetroffen seien. Deravis nahm daraufhin direkt Kontakt mit Interfracht auf, die noch am selben Abend den Transport über den großen Teich organisierten. So erhielt der Kunde am Montagmorgen passgenau die Lieferung. „Dies ist ein konkretes Beispiel dafür, dass wir uns nicht nur für einen Dienstleister entschieden, sondern einen echten Partner gefunden haben, der unsere Probleme ernst nimmt und alles für den gemeinsamen Erfolg möglich macht“, so Deravis.

Gewissenhafte Abwicklung Interfracht ist sich der Anforderungen wohl bewusst: „Viele Kunden von Oskar Rüegg verlangen Just-in-time- oder Kanban-Lieferungen. Das bedeutet für uns absolut pünktliches Arbeiten, sonst gerät andernorts der Produktionsprozess durcheinander“, erklärt Christoph Dietmann, Vice Director des Transport- und Logistikdienstleisters. Hilfestellung leistet Interfracht auch durch die Erstellung der elektronischen Ausfuhrbelege: Da die Schweiz nicht der EU angehört, erfordert dies ein hohes Maß an Wissen und Verantwortung, die Oskar Rüegg – Thema Kernkompetenzen – gerne an Interfracht abgab.
Über den Schweizer Spediteur ist der Spezialist für Metallformteile und Baugruppen an das europaweit tätige Netzwerk der CargoLine angeschlossen, was laut Häny die Transportzeiten klar verkürzt. Ferner ermöglicht es die umfangreiche Transportproduktpalette, jederzeit flexibel auf geänderte Kundenwünsche zu reagieren. Und dank Cepra 3.0, dem Sendungsverfolgungstool der Stückgutkooperation, kann das Unternehmen zudem jederzeit nachvollziehen, wo sich eine Lieferung gerade befindet.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe 

„Interfracht erbringt Leistungen mit einer Flexibilität, die wir bei anderen Dienstleistern oftmals nur durch Expressfahrten erzielen konnten. Zudem ergaben sich durch die Fokussierung aller Transporte auf einen Partner Synergien in unseren internen Prozessen. Durch das Verständnis füreinander – als inhabergeführte Unternehmen begegnet man sich auf Augenhöhe – werden wir zukünftig sicher weitere Kostensenkungen erzielen“, analysiert Deravis die Zusammenarbeit.

Als nächsten Schritt will das Unternehmen mit der Spedition aus Pratteln eine IT-Schnittstelle einrichten, die es Oskar Rüegg ermöglicht, alle notwendigen Daten direkt aus seinem ERP-System zu senden und zu empfangen. Dies wird den Stanz- und Biegespezialisten in die Lage versetzen, seine Lieferzeiten weiter zu optimieren. Interfracht steht dafür bereit.

Oskar Rüegg

Das weltweit tätige, in fünfter Generation inhabergeführte Unternehmen wurde 1891 als mechanische Werkstätte gegründet. Heute fertigt es Großserien hochkomplexer Formteile in Stanz- und Biegetechnik sowie Baugruppen unter anderem für die Bauzulieferer-, Elektronik- und Maschinenbauindustrie. Ein Großteil der Metallformteile geht an sogenannte Tier-1-Zulieferer der Automobilindustrie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die maßgeschneiderte Fertigungsverlagerung aus einer Hand. An den Standorten in Jona (Schweiz) und dem bulgarischen Stara Zagora arbeiten insgesamt 210 Mitarbeiter, die 2012 einen Umsatz von 37 Millionen Schweizer Franken erwirtschafteten. www.oskar-ruegg.ch

Interfracht

Die Interfracht Speditions AG bietet ihren Kunden ein umfassendes Netzwerk von täglichen Linienverkehren innerhalb Europas an. Das inhabergeführte Unternehmen ist offizieller CargoLine-Partner in der Schweiz. Im Übersee- und auch im Luftfrachtbereich bietet Interfracht weltweit einen „Door-to-Door“-Service mit optimalem Routing und kürzesten Transitzeiten. In Pratteln und an ihren Standorten in Fernost beschäftigt die Spedition 180 Mitarbeiter. www.interfracht.ch

Das große Plus

Zahlreiche Online-Shops erzielen heute Millionenumsätze mit dem Versand aller erdenklichen Waren. Voraussetzungen für einen erfolgreichen E-Commerce sind allerdings die gekonnte Logistik, eine perfekte Transportabwicklung und ein verlässlicher Service. Ganz vorn dabei ist der CargoLiner Wackler aus Göppingen mit seinem Partner elektro-plus.

 

Mit einem guten Logistik-Partner macht Online-Shopping richtig Spaß. Foto: goodluz/Fotolia.com

Online shoppen ist einfach, schnell und komfortabel. Nichts muss man selbst abholen und schleppen. Die Preise lassen sich leicht vergleichen und sind meist sogar günstiger als beim stationären Handel. Kein Wunder, dass Verkaufsshops und Vergleichsportale wie Pilze aus dem Boden schießen und immer mehr Menschen das verlockende Angebot nutzen: 2012 gab es bereits knapp 40 Millionen Online-Käufe in Deutschland. Nahezu 70 Prozent der Internetnutzer machen mehr oder weniger regelmäßig davon Gebrauch. Gleichzeitig sind auch die Umsätze im E-Commerce in den letzten zehn Jahren enorm gestiegen: Lagen sie im Jahr 2000 bei 2,5 Milliarden Euro, erwirtschaftete der Handel im Internet 2012 bereits fast 35 Milliarden Euro, Tendenz stark steigend. Für 2013 geht man von knapp 45 Milliarden Euro aus. Neben dem Vorteil, dass sie keinen physischen Verkaufsraum brauchen, benötigen Online-Shops häufig auch weniger Lagerraum, da sie eine Lieferung öfter direkt vom Hersteller oder Großhändler veranlassen beziehungsweise die Waren je nach Bedarf beziehen können. Eingesparte Kosten in der klassischen Verkaufskette können dann an den Verbraucher weitergegeben werden. So schön, so gut: Aber die georderten Produkte müssen häufig auch zwischengelagert werden und schnell und heil beim Kunden ankommen. Dabei gilt es reale räumliche Distanzen zu überwinden, und das erfordert entsprechende Logistikkapazitäten.

Noch am Anfang des Booms

Klima- und Küchengeräte, Luftbefeuchter, Laubbläser und selbst Saunen und Pools bestellen Kunden beim Online-Shop www.elektro-plus.de mit Sitz im schwäbischen Nördlingen. Die mittelständische Firma von Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Uhl gibt es seit 2004, sie hat sich auf den Internethandel mit Elektro-, Haushalts- und Gartengeräten spezialisiert. Das personell mit neun Mitarbeitern kleine Unternehmen ist in der virtuellen Branche hingegen ein Riese: Mit anderthalb Millionen Euro Umsatz gestartet, werden heute bereits 14 Millionen Euro bewegt. Und ein Ende der Erfolgsgeschichte scheint nicht absehbar: „Wir stehen noch am Anfang der Internetshop-Welt. In fünf Jahren werden noch mehr Menschen im World Wide Web einkaufen, auch Lebensmittel“, meint Uhl, der zuvor Vertriebsleiter bei Kärcher war. Angeregt durch seine Töchter hatte er „nur mal zum Test“ sechs Hochdruckreiniger bei eBay eingestellt und war verblüfft über den prompten Erfolg: „Die waren in nur drei Tagen weg – ganz ohne Außendienst“, erinnert er sich. Danach war ihm klar, wohin die Reise gehen würde. 2004 gründete er zusammen mit seinem jetzigen Schwiegersohn Martin Graf die GmbH, seitdem widmet er sich ganz dem Internethandel. Zunächst lagerte er die Waren in einer Halle zwischen, die aber bald zu klein war, da auch vermehrt Großgeräte geordert wurden. Neben Paketen musste auch Stückgut versandt werden. So kam der Shop mit seiner logistischen Abwicklung zum CargoLine-Partner Wackler, Göppingen und zog gleich komplett mit dem gesamten Lagerbestand in dessen Hochregallager und Kommissionierhalle am Wackler-Logistikstandort in Uhingen ein.

Logistische Lösungen ohne Grenzen

Für die Shoptechnik, die Warenauswahl, den Einkauf, den Betrieb des Shops, die Preisgestaltung und die Werbung zeichnet nach wie vor elektro-plus verantwortlich. Wackler betreibt das Logistikcenter für elektro-plus und ist für die gesamte Lieferabwicklung und den Kundenservice zuständig. Auch die Kundenreklamationen und Retouren kommen direkt bei Wackler an. Hier wird geprüft und entschieden, ob die Geräte weiterhin als A-Artikel gelten können, zu B-Ware werden oder ein technischer Defekt vorliegt. „Auch die teilweise erforderliche Reinigung und Überprüfung von Gerätefunktionen erledigen wir“, erklärt Volker Brucker. Der Bereichsleiter Logistik ist bei der Spedition Wackler für die Betreuung und Zusammenarbeit mit elektro-plus verantwortlich und war von Anfang an dabei. Der Kundenservice geht so weit, dass selbst speziellste Fragen direkt beantwortet werden: „Ein Kunde fragte einmal an, welche Farbe der Pulverlöffel einer Espressomaschine habe“, erzählt Brucker. „Folglich ging einer unserer Mitarbeiter ins Lager, machte die Packung auf und schaute einfach nach.“

Seit Neuestem führt selbst die Kunden-Hotline nicht mehr zu elektro-plus, sondern direkt zu Wackler. Das Geschäftsfeld expandiert stetig und die Zusammenarbeit ist so erfolgreich, dass sich die Spedition unter ihrem Motto „Logistik ohne Grenzen“ zu einem innovativen Schritt entschied: Sie beteiligte sich im letzten Jahr zu 51 Prozent am Online-Shop. Wackler sieht darin die Chance, seinen Kunden den Verkauf ihrer Waren schnell und problemlos über einen Shop anbieten zu können. Weiter bietet Wackler in Zusammenarbeit mit elektro-plus nun individuelle Lösungen und Mietshops an. In vielen Gesprächen mit Firmen wurde ersichtlich, dass sie vermehrt auf Internetvertrieb im B2C-, aber auch im B2B-Bereich setzen, aber dass sie das Know-how für die Shopabwicklung nicht in ihren Unternehmen haben. Elektro-plus sieht durch den Zusammenschluss mit Wackler auch die Möglichkeit, neue zufriedene Konsumenten aus dem Kundenkreis von Wackler zu gewinnen. Somit wurde eine klassische Win-win-Situation geschaffen.

Das „zweite Herz“ Logistik

„Ganz entscheidend und überlebenswichtig für einen guten Online-Shop ist, dass die Ware schnell und unproblematisch zum Kunden kommt und der Service stimmt. Eine umfassende Logistik ist neben einer hochwertigen Produktauswahl unser zweites Herz“, erklärt Wolfgang Uhl. Dank Wackler liegt man nun ganz vorn und kann weiter expandieren. So gibt es neben elektro-plus.de jetzt auch die Themenshops garten-plus.de und fitness-plus.de, weitere sind bereits in der Planung. Der Online-Shop ist kein Schnäppchenmarkt, sondern vertreibt hauptsächlich Markenprodukte und richtet sich an Käufer höherwertiger Waren. Und die sind voll und ganz zufrieden, wie die überdurchschnittlich guten Bewertungen auf Portalen wie idealo.de oder eBay zeigen. „Unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Wackler ist hervorragend, und wir sprechen die gleiche Sprache“, sagt Uhl. „Da haben sich die richtigen getroffen“, meint auch Brucker. Im Businessplan 2014 haben sich Wackler und elektro-plus dann auch vorgenommen, den Umsatz um mindestens zehn Prozent im Bereich des neuen Geschäftsfelds E-Commerce zu steigern. „Zusammen mit unseren sonstigen Leistungen im Bereich Kontraktlogistik und den damit einhergehenden Transporten sprechen wir dann von einem beträchtlichen Anteil am Gesamtumsatz in der Logistik bei Wackler“, sagt Brucker. Und das Erfolgsmodell Online-Shop kann auch von anderen CargoLine-Partnern betrieben werden. Volker Brucker ist da ganz offen: „Wir stehen jedem vertrauensvoll zur Seite, vermitteln Know-how und beraten bei den Vertragsverhandlungen oder der Suche nach einem passenden Shop.“

elektro-plus

Der Online-Shop mit Sitz im schwäbischen Nördlingen wurde im Jahr 2004 gegründet und beschäftigt neun Mitarbeiter. Bei einem Jahresumsatz von rund 14 Millionen Euro werden täglich 400 bis 500 Lieferungen auf den Weg zum Kunden gebracht. Das Unternehmen ist bislang einziger zertifizierter WMF-Online-Shop in Deutschland. www.elektro-plus.de

Wackler Spedition & Logistik

Das Traditionsunternehmen blickt auf eine 160-jährige Firmengeschichte zurück. An den Standorten in Göppingen und Wilsdruff sind rund 700 Mitarbeiter beschäftigt. Auf einer Gesamt-Umschlagfläche von 14.200 Quadratmetern werden täglich über 4.100 Sendungen bewegt und 104 Linienverkehre abgewickelt. Neben den Transportdienstleistungen bietet das Unternehmen alle Formen der Value-Added Services, der E-Commerce-Logistik und der Logistikberatung. Kürzlich errang Wackler Göppingen zum dritten Mal in Folge den Titel „CargoLine-Partner des Jahres“. www.wackler.de

Logistik für Naschkatzen

Was wäre der Dezember ohne Schoko-Weihnachtsmann und ein Valentinstag ohne Pralinen? Die Osnabrücker Unternehmen Windel und Koch International sorgen dafür, dass Leckermäuler stets auf ihre Kosten kommen.

 

Süße Präsente von Windel für jeden Anlass
Süße Präsente von Windel für jeden Anlass.
Der Adventskalender mit Musik, die Schmucktruhe mit Milchcreme-Schokokugeln für Barbie-Fans, die Rose mit Nougatherzen für die Freundin oder Mutter – Produkte des Süßwarenherstellers Windel begegnen uns im Supermarkt, auf Bahnhöfen, Flughäfen oder an Tankstellen. Erste Präsente dieser Art brachte das Osnabrücker Unternehmen bereits 1968 auf den Markt. Heute behauptet sich die 1900 als Süßwarengroßhandel gegründete Firma sehr erfolgreich in einem Marktumfeld, das auf Herstellerseite von starkem Wettbewerb geprägt ist und auf Kundenseite von der Marktmacht der großen Handelsunternehmen.
„Die geschickte Kombination von Food- und Non-Food-Produkten, Innovation, ein hoher Technisierungsgrad, die effiziente Organisation manueller Fertigung, Professionalität im Saisongeschäft und Synergien innerhalb der Windel-Gruppe“ bilden für Geschäftsführer Fred Windel das Erfolgsgeheimnis seines Unternehmens. Auch mit der jüngsten Entwicklung ist er wieder Vorreiter: eine Adventskalender-App, die den klassischen Schokokalender mit virtuellen Animationen auf dem Smartphone verbindet. Insgesamt bringt der gut 250 Mann starke Süßwarenhersteller pro Jahr 20 bis 25 Neuheiten auf den Markt. Hinzu kommt eine Vielzahl an Produktänderungen sowie Ergänzungen und Modifikationen für die Marken Windel (Süße Präsente) und Confiserie Heidel (Feine Chocoladen und Pralinen).
Die Versorgung des Handels geht über die Lieferung von Süßwaren hinaus. „Wichtig ist auch, dass sich unsere Produkte gut verkaufen. Daher bieten wir unseren Kunden modular aufgebaute Platzierungslösungen für sämtliche Vertriebskanäle. Das reicht von Displaykartons und Regalplatzierungen bis hin zu Viertel- und Halbpalettendisplays“, so Windel.
Höchstleistung von Hersteller und Logistiker
Das Produktsortiment ist untrennbar mit Saisonspitzen zu Ostern und vor allem zu Weihnachten verbunden. Eine Herausforderung nicht nur für Windel, sondern auch für seinen Transport- und Logistikdienstleister Koch International in Osnabrück: „Die Produktion der Weihnachtsartikel erreicht im Juli/August ihren Höhepunkt. Im September/Oktober wird der Handel beliefert. Das lässt uns nicht viel Zeit, die zahleichen Bestellungen zu kommissionieren und auszuliefern“, erläutert Thorsten Roux, Leiter Logistikprojekte bei Koch International. Dass es dennoch klappt, liegt unter anderem an dem Stamm von zehn langjährigen Mitarbeitern, die mit den Abläufen bestens vertraut sind. Während der Saisonspitzen verstärken rund vier bis acht Aushilfskräfte das Team, darunter viele „alte Hasen“. Des Weiteren stellt das Einhalten der Liefertermine im Handel unter Bereitstellung der entsprechenden Ladekapazitäten eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die Koch mit Bravour meistert – auch dank des CargoLine-Netzwerks. Damit wirbt Windel sogar auf seiner Website: „Eine leistungsstarke Logistik sorgt für die zeitgenaue Lieferung der Produkte zum gewünschten Termin.“
Lückenlos nachverfolgbar
Per Gesetz müssen sich alle Lebensmittel zurückverfolgen lassen. Produktionsbedingt kann Windel jedoch eine Charge nicht einem einzigen Empfänger zuordnen, sondern teilt sie auf mehrere auf. „Das erfordert von uns eine ganz besondere Sorgfalt: Von jeder Charge wird der Barcode gescannt, akkurat mit dem jeweiligen Empfänger gematcht und die Daten werden zwecks Rückverfolgbarkeit an Windel zurückgespielt“, erklärt Roux. Auch sonst ist die IT im Tagesgeschäft allgegenwärtig: Der Süßwarenhersteller überspielt die Barcodes der ausgehenden Ware per Datenfernübertragung (DFÜ) an Koch, der sie mit dem Lagerplatz „verheiratet“. So ist auf Knopfdruck ersichtlich, wo was einsortiert wurde. Die Übermittlung der Auftragsdaten für die Kommissionierung und Auslagerung der Produkte erfolgt ebenfalls elektronisch direkt aus dem Warenwirtschaftssystem von Windel. Dank Scannung an allen Schnittstellen ist der Verlauf einer Sendung innerhalb des CargoLineNetzwerks online jederzeit lückenlos nachvollziehbar. Das Etikettieren der Kartons, Displays, Viertel- und Halbpaletten nach spezifischen Vorgaben der Empfänger, die Einhaltung der Hygieneanforderungen gemäß International Food Standard (IFS) und British Retail Consortium (BRC), teilweise First in/First out-Bestandsführung und das Bereitstellen klimatisierter Lager und Lkw entsprechend den Anforderungen für Schokoladenprodukte runden die Aufgaben des Logistikdienstleisters ab.
Die seit den 80er Jahren währende Zusammenarbeit ist geprägt vom partnerschaftlichen Umgang miteinander und der gemeinsamen Weiterentwicklung. „Seit Beginn unserer Kooperation finden regelmäßig Zusammenkünfte auf den ver-schiedenen Unternehmensebenen statt, beidenen das Tagesgeschäft besprochen und nach Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung gesucht wird. Dadurch ist es uns gelungen, die Arbeit ständig weiter zu optimieren“, freut sich Fred Windel. Eine Null-Fehler-Kommissionierung ist heute Standard. Nun arbeitet Koch daran, sie zu beschleunigen, um die Durchlaufzeiten zu senken sowie die Auslieferung der Weihnachtsartikel noch weiter zu bündeln. Dadurch ließen sich Kosten für Lagergeld und Handling reduzieren.
Mutig unterwegs
Zur Erfüllung dieser Ziele wird auch die neue Kommissionierungsebene beitragen: Im Juli dieses Jahres zog der CargoLine-Gründungsgesellschafter in eine nachhaltig betriebene Anlage im Fürstenauer Weg in Osnabrück um. Ein großer Teil der über 700 Beschäftigten arbeitet seither auf einem knapp 15 Hektar großen Gelände, das die Hauptverwaltung, eine 12.000 Quadratmeter große Umschlaghalle sowie eine gut 6.000 Quadratmeter große, teils temperaturgeführte Logistikhalle inklusive Mezzanin-Ebene beheimatet. Zahlreiche Optimierungen steigern die Effizienz sowie die Qualität des Betriebsablaufs und senken die Emissionen. Dazu gehören die Integration einer Unterflurförderkette in den Logistikbetrieb ebenso wie die Zusammenlegung mehrerer Lager, was das Shutteln von Sendungen überflüssig macht. Diesen Schritt weiß Fred Windel zu würdigen: „Mit dem neuen Standort hat Koch einen weiteren Meilenstein in seiner Geschichte gesetzt. Wir freuen uns, mit einem Logistikpartner zusammenzuarbeiten, der den Mut hat, in einem schwierigen Marktumfeld auf Wachs tum zu setzen. Die damit verbundene Effizienzsteigerung kommt uns gleichermaßen zugute.“
Über Windel
Der Osnabrücker Spezialist für süße Präsente bietet ein breites Sortiment an Produkten für unterschiedlichste Geschenkanlässe, Zielgruppen und Budgets. Dabei sorgt eine schlagkräftige Inhouse-Produktentwicklung für immer neue Impulse und innovative Konzepte. Windel exportiert seine Produkte weltweit in über 50 Länder und beliefert alle Vertriebsformen des Lebensmittelhandels sowie Fachgroßhändler, Fachgeschäfte, Kaufhäuser und den Spielwarenhandel. Die Windel GmbH & Co. KG mit den Geschäftsbereichen Windel (Süße Präsente) und Confiserie Heidel (Feine Chocoladen und Pralinen) ist das Stammunternehmen der Windel-Gruppe, zu der ferner die Unternehmen Farüchoc Schokoladenfabrik und Kim’s Chocolates (Belgien) gehören. www.windel-candy.com
Über Koch International
Das inhabergeführte Familienunternehmen bietet sämtliche Dienstleistungen der Logistik vom Transport über Lagermanagement bis zu Value-added Services und komplexen Outsourcing-Programmen. Das Herzstück des neuen Firmensitzes im Fürstenauer Weg in Osnabrück bilden eine 18.700 Quadratmeter große Umschlag- und Logistikhalle mit über 8.400 Palettenstellplätzen, 1.000 Quadratmeter Kommissionier- und 12.000 Quadratmeter Umschlagfläche sowie 129 Lkw-Rampen. Teile des Lagers sind temperaturgeführt und erfüllen zudem alle Qualitätsanforderungen für Kunden aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. www.koch-international.de

Optimales Klima

Das Hamburger Familienunternehmen Stulz entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Klimasysteme, die vom CargoLine-Partner Bursped transportiert und zum Teil gelagert und zusammengestellt werden.

Klimakomfortgeräte von StulzRechenzentren, Technikräume und Mobilfunkstationen benötigen ein verträgliches Klima, denn sensible Server arbeiten nur bei genau definierten Temperaturen auf  Dauer reibungslos. Weil sie immer mehr Daten immer schneller verarbeiten müssen, werden sie ständig wärmer und müssen gekühlt werden. Dafür stehen Präzisionsklimasysteme von Stulz in vielen namhaften Internet-, EDV- und anderen Unternehmen. In Hamburg werden sie entsprechend den individuellen Kundenanforderungen entwickelt, produziert und dann weltweit eingesetzt.

Angenehme Temperaturen wissen auch Menschen zu schätzen. Deswegen ist Stulz seit 1969 außerdem exklusiver Vertriebspartner der Klimatisierungssparte von Mitsubishi Heavy Industries in Deutschland. Komfortklima-Systeme kommen in Hotels, Büros, Läden und Privatimmobilien zum Einsatz.

In beiden Geschäftsfeldern rechnen Experten für Klimaanlagen mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage. Mit dem Wachstum von Stulz in den letzten Jahren sind auch die Tätigkeitsfelder für Bursped vielfältiger geworden. Gerade im Bereich der Mehrwert-Logistik wurde die Zusammenarbeit Stück für Stück intensiviert.

12.500 Quadratmeter für die Kontraktlogistik

Komfortklima-Systeme für Stulz kommen von Mitsubishi Heavy Industries aus Japan  im Hamburger Hafen an. Hier übernimmt der Spediteur die Container und überführt sie in das Logistikterminal. Dort werden sie entladen und jedes einzelne Gerät wird nach der Eingangsprüfung in das Warenwirtschaftssystem übernommen und eingelagert. Zusätzlich übernimmt die Spedition die gesamte Zollabfertigung. Entsprechend den Bestellungen, die bei Stulz eingehen, stellen Mitarbeiter die Aufträge zusammen und liefern sie hauptsächlich mit Hebebühnenfahrzeugen an Fachhändler in Deutschland aus. Hierfür nutzt Bursped das Netzwerk von CargoLine.

In Spitzenzeiten werden täglich bis zu 170 Lieferungen zusammengestellt, die aus bis zu 20 Geräten sowie Fernbedienungen, Kältemittelverteilern, Kupferrohren und anderen Ersatz- und Zubehörteilen bestehen. Da Bursped für die Abwicklung Zugriff auf das Warenwirtschaftssystem des Klimaspezialisten hat, wissen beide Partner jederzeit, welche und wie viele Geräte sich an welchem Lagerort befinden.

Für die Lagerung der Komfortklima-Systeme, des Zubehörs und der Ersatzteile stellt Bursped seinem Kunden 12.500 Quadratmeter Lagerfläche im Logistikterminal zur Verfügung. Weil die Einzelteile sehr vielfältig und unterschiedlich sind, „müssen die Geräte schnell und effizient zusammengestellt werden und können deswegen nicht in einem Hochregal gelagert werden“, betont Garlef Reincke, der die kaufmännische Leitung im Geschäftsbereich Klima- und Befeuchtungssysteme bei Stulz verantwortet.

Da die Zahl der Geräte enorm zugenommen hat und die Ansprüche an die Lagerhaltung immer höher werden, entschied sich Stulz, diese extern zu vergeben. Andrea Waschek, Verkaufsleiterin von Bursped, ist nicht ohne Stolz, dass Stulz es vor einigen Jahren mit einer Konzernspedition versucht hat und nach kurzer Zeit zu seinem Hausspediteur zurückgekehrt ist. „Ein Mittelständler passt einfach besser zu uns, weil er schneller und f lexibler auf unsere individuellen Anforderungen reagieren kann“, meint Garlef Reincke. Als Beispiele nennt er die rasche Anpassung an veränderte Arbeitsabläufe, die Flexibilität der Mitarbeiter in der Kommissionierung und die Möglichkeit, dass Bursped die Bestandsführung direkt im EDV-System von Stulz vornimmt.

Zeitgenaue Anlieferung

Ein unverzichtbarer Anspruch von Stulz an seinen Spediteur ist die zeitgenaue Anlieferung. Der Grund hierfür: Bei manchen Baustellen, beispielsweise Rechenzentren und Mobilfunkstationen, kann ein großer Aufwand für die Anlieferung der Klimageräte anfallen, wenn sehr große und schwere Außengeräte auf dem Dach montiert werden müssen. Dafür stehen an den Zielorten mitunter Kräne bereit, und nicht selten müssen Straßen für die Anlieferung gesperrt werden. Verzögerungen im Transportverlauf würden zusätzliche Kosten für Geräte- und Polizeieinsatz, Straßensperrung und Bezahlung der Monteure verursachen. „Dank der CargoLine-Premiumprodukte mit dem proaktiven Störfallmanagement kommt so etwas jedoch sehr selten vor“, meint Reincke.

Im Laufe der Zusammenarbeit haben die beiden Geschäftspartner gemeinsam an der Verbesserung der aufwendigen Transportverpackung solcher Geräte gearbeitet und sie optimiert. Damit konnte die Beschädigungsquote fast auf null reduziert werden. Unter anderem wegen solcher Themen trifft man sich regelmäßig in einem Qualitätszirkel, „um die Herausforderungen des Alltags und gemeinsame Prozessverbesserungen zu besprechen“, wie Andrea Waschek von dem sehr angenehmen Klima auch in der Zusammenarbeit berichtet.

Über Stulz

Das Unternehmen Stulz ist global ausgerichtet und verfügt über Vertriebspartner in 110 Ländern. Hinzu kommen 15 Tochtergesellschaften und fünf Produktionsstandorte in Deutschland, China, Italien, Indien und den USA. www.stulz.de

Über Bursped

Zur Bursped-Gruppe gehören neben der 1948 gegründeten Spedition Bursped das Stückgutunternehmen Köster & Hapke in Hannover, die Tochtergesellschaft ELKAWE,  die den Fuhrpark betreibt, sowie Bursped Logistik, die sich auf das europaweite Chartergeschäft spezialisiert hat. Bursped ist darüber hinaus an der BHS Spedition in Bremen sowie an dem Bremer Kontraktlogistiker Lorel beteiligt. Bei Bursped selbst haben 400 Beschäftigte 2012 einen Umsatz von 90 Millionen Euro erwirtschaftet, in der gesamten Unternehmensgruppe 900 Beschäftigte 180 Millionen Euro. www.bursped.de

Druckreife Leistung

In Wiesloch-Walldorf steht die größte Druckmaschinenfabrik der Welt. Mit intelligenter Beschaffungslogistik und automatisiertem Datenfluss steuert die Fritz Gruppe vernetzt und präzise den Warenstrom für die Heidelberger Druckmaschinen AG.

Montage von Druckwerken für die Speedmaster XL 105 im Werk Wiesloch-Walldorf.
Montage von Druckwerken für die Speed-master XL 105 im Werk Wiesloch-Walldorf.

Die Müslischachtel beim Frühstück, der Flyer im Briefkasten oder der Prospekt im Büro: Die bunte Vielfalt der Druckerzeugnisse gehört zu unserem Alltag. Moderne Maschinen aus bis zu 100.000 Teilen bringen Farbe aufs Papier und das Papier in die richtige Form. Sie arbeiten wie ein Schweizer Uhrwerk, und genauso präzise muss die Logistik für ihre Produktion sein.

Die Musik spielt in Süddeutschland

Mit über 40 Prozent Marktanteil ist die Heidelberger Druckmaschinen AG – kurz Heidelberg – weltweit führend in der Bogenoffset-Drucktechnologie. Maschinen für die Vor- und Weiterverarbeitung von Druckprodukten gehören ebenso zum vielseitigen Programm wie Zubehör vom Korrekturstift bis zum Reinigungsmittel. Rund 70 Prozent der Maschinenteile bezieht das Unternehmen aus Süddeutschland. Über 80 Prozent der Produktion gehen ins Ausland.

Verwurzelt in der Region, vernetzt in der CargoLine und vielseitig im Gefahrstoffbereich, kann die Fritz Gruppe 2012 zum dritten Mal die seit 2007 bestehende Zusammenarbeit mit Heidelberg erweitern. Sie übernimmt die  Transport- und Beschaffungslogistik als Gebietsspediteur der Region Süd. Ausschlaggebend war für Heidelberg neben der Nähe der Fritz Gruppe zum knapp 50 Kilometer entfernten Werk auch der direkte Zugang zur Geschäftsleitung. Überzeugt haben vor allem die weitverzweigte Beschaffung über die CargoLine-Partner als greifbares und funktionierendes Produkt sowie eine maßgeschneiderte IT-Lösung für den vorgezogenen Wareneingang.

Händchen für Gefahrstoffe

Das Werk von Heidelberg liegt zum Teil in einem Grundwasserschutzgebiet. Um die strengen gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig jederzeit die notwendige Verfügbarkeit vorhalten zu können, lagern Löse- und Reinigungsmittel in der Anlage von Fritz. Sie ist auf 15.000 Quadratmeter immissionsschutzrechtlich genehmigt, unterliegt der Störfallverordnung und genügt damit höchsten Sicherheitsstandards. Am Kommissionierplatz macht das feste Team von fünf geübten und speziell auf Gefahrstoffe geschulten Mitarbeitern unter anderem die Produkte von Heidelberg versandfertig. Fein säublerlich kommissioniert werden sie tagesaktuell bei Heidelberg angeliefert.

Dreisprung ins Zeitfenster

In der Halle mit rund 150 verschiedenen Maschinenteilen für Heidelberg bestimmt der Wareneingang in Wiesloch-Walldorf den Takt der Logistik. Täglich schleust Fritz mit eingespielten Teams im Dreischichtbetrieb und mithilfe des CargoLine-Netzes bis zu 100 Bestellungen von Heidelberg durch das Logistikzentrum. Drei bis fünf Sattelzüge mit Stückgut verlassen täglich das Speditionsgelände. Zu den regelmäßigen Beschaffungstransporten gehören Antriebsmotoren aus Nürnberg, die die Spedition Amm, der CargoLine-Partner vor Ort, in das Stückgutnetzwerk einspeist. Ausgeliefert werden die schweren Motoren zuverlässig und mit großer Sorgfalt einen Tag später in Wiesloch-Walldorf.

Neben der Qualität zählt Pünktlichkeit. Mit jeder Sendung übernimmt Fritz die Verantwortung für die Liefertreue des Zulieferers. Die Logistik folgt einer strikten A-B-C-Systematik. Nach der Bestellung durch Heidelberg avisiert der Lieferant seine Sendung am Tag A bis spätestens 17 Uhr bei Fritz. Ab 7 Uhr am Folgetag B holt der CargoLine-Partner vor Ort die Ware vor. Mit dem standardisierten Systemverkehr der Stückgutkooperation erreicht sie Heilbronn. Damit die Ware spätestens am Tag C bei Heidelberg ist, verladen die Speditionsmitarbeiter noch in der derselben Nacht die bereitstehenden Einheiten auf Trailer. Diese starten für das frühe Zeitfenster von 6 bis 10 Uhr oder für die Abendanlieferung zwischen 18 und 20 Uhr in Richtung Wiesloch-Walldorf.

Datensatz statt Lieferschein

„Im Werk soll der Verkehr an den Laderampen ruhig und möglichst ohne Wartezeit ablaufen“, beschreibt Thorsten Bauch, Corporate Commodity Manager Logistics bei Heidelberg, das Ziel. Für die zügige Abfertigung der Lkw setzt er neben einer getakteten Anlieferung auch auf einen automatisierten Datenfluss. Bereits in der Pilotphase der Zusammenarbeit investierte die Fritz Gruppe in ein webbasiertes System für einheitliche Wareneingangsdaten und elektronische Lieferscheine. Für den vorgezogenen Wareneingang im Logistikzentrum von Fritz überträgt Heidelberg heute jede Bestellung bei Lieferanten direkt aus dem SAP- ins webbasierte SCM-System. Trifft die Ware dazu ein, gleicht ein Speditionsmitarbeiter den Papierlieferschein des Lieferanten über vorgegebene Sachnummernschlüssel mit den Bestellpositionen ab. Ist alles in Ordnung, erzeugt das System vollautomatisch einen elektronischen Lieferschein und avisiert die Sendung in Wiesloch-Walldorf. Bei ihrer Ankunft greifen die Daten des Lieferscheins nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip  mit denen des Avis ineinander. „Wir können alle Lieferungen im Wareneingang ohne zeit- und kostenintensive Nachbearbeitung sofort zuordnen“, bestätigt Bauch die hohe Qualität der Anlieferdaten.

Königsdisziplin Rundlauf

Heidelberg profitiert zudem von den Milkruns der Spedition. „Die Transporte der vollen und leeren Behälter in zahlreichen Formen und Größen mit anderen Ladungen in bestimmten Regionen möglichst kosteneffizient zu verknüpfen, das ist die Kür für uns“, freut sich Günter Gruber, Prokurist der Spedition Fritz. Keine leichte, aber eine spannende Aufgabe für ihn und sein Team, denn je nach Maschine ändern sich die Teile und dadurch die Lieferanten und Strecken. Auch das Volumen ist nur bedingt planbar: 60 Prozent kommen mit Voranmeldung, der Rest ad hoc.

Die Herausforderungen des Logistikalltags meistern die Mitarbeiter von Fritz und Heidelberg vor allem mit einem gemeinsamen Prozessverständnis. Dafür arbeiten sie auf allen Ebenen sehr eng und vertrauensvoll zusammen. „Probleme lösen wir zielführend ohne lange Diskussionen“, sagt Bauch. Damit sie gar nicht erst entstehen, hat Gruber einen KVP (Kontinuierlichen Verbesserungsprozess) mit vierteljährlichen Treffen installiert. Stets mit am Tisch: operative Mitarbeiter von beiden Seiten, damit der Wareneingang in Wiesloch-Walldorf niemals unter Druck gerät.

Über Heidelberger Druckmaschinen AG
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) bietet weltweit führende Produkte und Dienstleistungen für den Werbe-  und Verpackungsdruck an. Das Angebotsspektrum des Unternehmens ist ausgerichtet auf die Bereiche Bogenoffsetdruck, Digitaldruck sowie die Fertigung anspruchsvoller Teile und Baugruppen für den Präzisionsmaschinenbau. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Heidelberg, Deutschland, sowie Entwicklungs- und Produktionsstandorten in sieben Ländern betreut seine Kunden mit einem dichten Netz von Vertriebs- und Serviceniederlassungen weltweit. Zum 31. März 2012 beschäftigte der Konzern 15.414 Mitarbeiter. www.heidelberg.com

Über Fritz Gruppe
In der Region Heilbronn ist die Fritz Gruppe mit mehr als 600 Mitarbeitern einer der größten Speditions- und Logistikdienstleister. Der Unternehmensbereich Spedition Fritz GmbH & Co. KG bietet Sammelgut, Teil- und Komplettladungen an. In der Lager- und Kontraktlogistik bedient die Fritz Logistik GmbH auf 80.000
Quadratmetern Logistikfläche, davon 15.000 immissionsschutzrechtlich genehmigt, mit einem breit gefächerten Leistungsportfolio Kunden aus Industrie und Handel. Schwerpunkte sind der Maschinenbau, die Chemie- und die Automobilindustrie. Das in dritter Generation inhabergeführte Unternehmen erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von rund 68 Millionen Euro. www.fritz-gruppe.de

Entspannt geht vieles besser

Sirona  entwickelt und  produziert am größten Produktionsstandort der Dentalindustrie in Bensheim alles, was ein Zahnarzt oder Zahntechniker in Praxis und Labor benötigt. CargoLine-Partner MTG stellt seit Jahren zuverlässig sicher, dass die Produkte punktgenau abgeholt werden und  ohne  Umwege ankommen – vom Behandlungsstuhl bis hin zum kleinsten Instrument.

Behandlungsstuhl TENEOAllein bei dem Gedanken, demnächst wieder auf der Liege beim Zahnarzt Platz nehmen zu müssen, bricht vielen Menschen der Schweiß aus. Rotiert erst der Bohrer in höchsten Tönen, erstarrt ihr Körper und ihre Hände krampfen sich ins Polster. Modernste Technik jedoch bringt Entspannung. Sirona in Bensheim beispielsweise entwickelt und produziert das komplette Spektrum an dentalen Ausstattungsgütern für Praxen, Kliniken und Dentallabors – von computergestützten Keramikrestaurationen über digitale bildgebende Systeme bis hin zu Instrumenten, Hygienegeräten und Behandlungseinheiten. Mit dabei: TENEO, der High-End-Behandlungsplatz. Er ist mit Monitor, Intraoralkamera und einem Klimapolster ausgerüstet, dessen spezielle Beschichtung die Körperwärme aufnehmen kann. Das Beste jedoch ist die eingebaute Massagefunktion. Gerade bei längeren Sitzungen löst sie Verspannungen und lässt den Patienten zur Ruhe kommen. Entspannt lässt sich auch vollkeramischer Zahnersatz in nur einer Sitzung erstellen: Bisher wurden Zähne vor der digitalen Abformung mit einem speziellen Spray überzogen. Mit der CEREC-Omnicam kann der Zahnarzt nun beschichtungsfrei vermessen. Dabei werden Zähne, Zahnfleisch und Restaurationen in ihren natürlichen Farben am Bildschirm dargestellt. Das erleichtert dem Patienten die Vorstellung von der Behandlung und macht sie insgesamt angenehmer.

Sendungsverfolgung und Netzwerk sind Pluspunkte

Von europaweit bis zu 850 Zulieferbetrieben erreichen täglich verschiedenste Einzelteile, Steuerungseinheiten und Materialien das Bensheimer Werk. Den reibungslosen und pünktlichen Transport führt seit 2004 die Mannheimer Transport-Gesellschaft (MTG) aus. Neben der Abwicklung des größten Teils der Beschaffungslogistik (Inbound) liefert der CargoLine-Gesellschafter auch die fertigen Produkte aus (Outbound).

Norbert Göller ist seit vielen Jahren bei Sirona und verantwortet seit zwei Jahren die Lager- und Lieferlogistik. Er erinnert sich an die damalige Ausschreibung: „Wichtig war neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere das Thema Sendungsverfolgung auf Packstückebene. Hier konnte MTG klar punkten: mit Daten in Echtzeit und Monatsstatistiken. Außerdem sprach die gesamte Servicepalette für die Transportgesellschaft, da sie die Infrastruktur eines großen Verbunds in der Hinterhand hat.“

Im Bereich der Beschaffungslogistik leitet MTG die Aufträge an die CargoLine-Partner in Deutschland und Europa weiter. Sie holen die Sendungen ab und verladen sie direkt auf eine „Relation Sirona-Mannheim“. „Sobald Sirona und Bensheim als Schlagwörter auftauchen, erkennt unsere Speditionssoftware, dass die Sendung auf eine spezielle Relation gehört“, erläutert Frank Brechtel, Prokurist und Verkaufsleiter bei MTG, die Abläufe: „Nach einer kurzen Zwischenlagerung auf einem separaten Platz in unserer Umschlaghalle verladen wir sie gleich auf den Sirona-Lkw. Dadurch ergibt sich schon in der Halle eine Bündelung, und wir können die Sendungen schneller durchschleusen.“

Doch der Service geht noch weiter: Einige osteuropäische Kunden von Sirona sind Selbstabholer. Für die Outbound-Logistik hält MTG daher ein eigenes, 600 Quadratmeter großes Lager vor. „So eine Behandlungseinheit mit all ihren Elementen umfasst zehn bis 15 Packstücke – das nimmt eine enorme Fläche ein. Deshalb wird das Material bis zur Abholung durch den Kunden bei MTG gepuffert“, erklärt Norbert Göller und setzt nach: „Unsere Fläche verwenden wir besser zum Produzieren statt zum Stauen.“

Mit Lean Management in die Zukunft

Seit zwei Jahren arbeitet Sirona nach dem Lean-Management-Prinzip. Im Rahmen eines „Manufacturing Excellence Program“ steht die Logistik nun ganz unter dem Motto „Material im Fluss“. In kurzen sogenannten Shopfloor-Meetings treffen sich jeden Morgen die Mitarbeiter in kleinen Gruppen und besprechen, was am vorangegangenen Tag passiert ist oder was aktuell ansteht. „Anhand weniger Kennzahlen in einem strukturierten kontinuierlichen Verbesserungsprozess entwickeln wir uns jeden Tag weiter“, sagt Göller.

In allen vier Produktionsbereichen und der Logistik wurde ein sogenanntes Lighthouse-Projekt gestartet, das zeigen soll, was möglich ist. Eine fünf Mitarbeiter starke Abteilung installierte hier die Systematik, um sie später auf alle Sirona-Standorte auszudehnen. So hatte der Wareneingang das Problem der nicht optimal aufeinander abgestimmten Lager- und Anlieferzeiten, es kam zum Lagerstau. Die Lösung: „Wir haben unseren Berg abgebaut und uns mit MTG abgestimmt. Jetzt bekommen wir jeden Tag bereits um 7 Uhr, was bis dahin über Nacht in der Spedition eingetroffen ist. Wir arbeiten das dann ab, und wenn es nötig ist, kommt MTG noch einmal und bringt den Rest. Wenn die Mitarbeiter nun abends nach Hause gehen, ist der Wareneingang leer und bereit für den nächsten Tag“, berichtet Göller.

Für die Zukunft wünscht sich Norbert Göller eine Forcierung der Beschaffung durch eine noch stärkere Einbindung aller Partner: „Unser externer Milkrun sorgt für eine drastische Reduzierung der Rampenkontakte auf einige wenige am Tag, bei denen wir zukünftig mit Lieferavis und elektronischem Datenaustausch mit den Lieferanten arbeiten. So erreichen wir eine planbare, gleichmäßige Auslastung der Funktionen in Wareneingang und Lager. Also: noch weniger Kontakte, mehr Transparenz und mehr Planbarkeit.“ Frank Brechtel will darüber hinaus den Schritt in Richtung Kontraktlogistik gehen und für Sirona Mehrwertdienstleistungen erbringen wie das Verpacken der landesspezifischen Verkabelung und Betriebsliteratur bei Transporten ins Ausland. Alle Neuerungen haben dabei letztendlich ein Ziel: dass sich Kunden, Mitarbeiter und Patienten entspannt zurücklehnem können.

Sirona

Sirona ist globaler Markt- und Technologieführer in der Dentalindustrie und seit mehr als 130 Jahren weltweiter Partner für den Fachhandel, für Zahnarztpraxen, Kliniken und Dentallabors. Sirona entwickelt und produziert das komplette Spektrum an dentalen Ausstattungsgütern, darunter CAD/CAM-Systeme für computergestützte Keramikrestaurationen (CEREC), digitale bildgebende Systeme für Intraoral- und Panorama-Röntgen sowie Volumentomografie (3D), Behandlungseinheiten, Instrumente und Hygienegeräte. Das Unternehmen hat weltweit 3.000 Mitarbeiter und notiert seit 2006 an der US-Börse Nasdaq (Kürzel: SIRO). Der weltweit größte Entwicklungs- und Produktionsstandort von Sirona befindet sich in Bensheim, Deutschland. www.sirona.com

MTG

Das 1927 gegründete Familienunternehmen MTG Mannheimer Transport- Gesellschaft Bayer GmbH beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Pro Jahr wickelt es 440.000 Sendungen in national 43 täglichen Direktverkehren mit einer Umschlagmenge von 195.000 Tonnen ab. An Lagerfläche stehen insgesamt 12.000 Quadratmeter zur Verfügung. Die mit modernster Video- und Flurfördertechnik ausgestattete Umschlaganlage umfasst über 9.000 Quadratmeter und macht den Standort zu einem der größten Speditionsbetriebe im Rhein-Neckar-Dreieck. MTG trägt das CargoLine-Siegel für Informationssicherheit und ist darüber hinaus nach DIN EN ISO 9001 inklusive HACCP und Kontraktlogistik, 14001, 14064 und s.a.f.e. zertifiziert. 
www.mtg-tlc.de